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Tödlicher Unfall bei Weselsdorf Person von Eurocity erfasst

Von KATT | 03.12.2017, 19:00 Uhr

Bahnstrecke Berlin-Hamburg rund fünf Stunden lang gesperrt. Ersatzzug bringt Fahrgäste nach Altona

Zu einem tragischen Zwischenfall kam es am Sonnabendnachmittag auf der Schnellfahrstrecke der Bahn von Berlin nach Hamburg. Im Bereich der Brücke bei Weselsdorf wurde eine Person vom EC 176 erfasst und tödlich verletzt. Der Triebfahrzeugführer hatte den Zusammenprall trotz Schnellbremsung nicht verhindern können, wie die Bundespolizei informierte. Die Bahnstrecke wurde in beide Richtungen gesperrt. Neben den Beamten der Bundespolizei waren der Kriminaldauerdienst der Landespolizei, der Rettungsdienst, die Feuerwehren Ludwigslust und Techentin mit insgesamt knapp 30 Kameraden und ein Nofallmanager der Bahn vor Ort. Die Umstände des Unglücks sind nach Angaben der Bundespolizei noch nicht abschließend geklärt. Die Ermittlungen dauern an.

Der EC 176, der von Prag in Richtung Hamburg-Altona unterwegs war, hatte rund 360 Fahrgäste an Bord. Sie mussten rund dreieinhalb Stunden im stehenden Zug ausharren. „Sobald die Freigabe der Strecke durch die Polizei vorlag, haben wir einen Ersatzzug neben den EC 176 gefahren und die Passagiere auf freier Strecke evakuiert“, so ein Bahnsprecher gegenüber SVZ. Mit rund vier Stunden Verspätung kamen sie laut Zugradar der Bahn am Sonnabend gegen 19.30 Uhr in Hamburg an. Die Bahnstrecke wurde um 19.39 Uhr nach gut fünfstündiger Sperrung wieder freigegeben.

Die Vollsperrung der Strecke hatte auch für andere Zugverbindungen zwischen Hamburg und Berlin Folgen. „Der Fernverkehr wurde über Stendal, Salzwedel und Uelzen umgeleitet, was zu Verspätungen von bis zu einer Stunde führte“, erklärte der Bahnsprecher.