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Grabow Neuer Investor für die „Goldleiste“

Von Uwe Khnke | 07.12.2016, 21:00 Uhr

Nächstes Jahr soll mit Vorbereitungen für weiteres Eigenheimbaugebiet in der Eldestadt begonnen werden

Auf dem Gelände der ehemaligen Grabower Goldleistenfabrik sollen in den nächsten Jahren attraktive Eigenheimgrundstücke angeboten werden. Dazu hat die Stadtvertretung der Eldestadt jetzt den nächsten Schritt getan. Sie stimmte einem Investorenwechsel zu. Auf Nachfrage des Stadtvertreters Thomas Holke (Alternative für Grabow) hatte Bürgermeister Stefan Sternberg bestätigt, dass es sich hier um einen soliden Geschäftspartner handele. Amtlich heißt das Gebiet an der Müritz-Elde-Wasserstraße „Bebauungsplan Nr. 9 ,Westliche Altstadt‘“. Den gibt es bereits seit sechs Jahren, aber jetzt hofft die Stadt, mit dem neuen Investor endlich „Nägel mit Köpfen“ machen zu können.

Bürgermeister Stefan Sternberg hatte nach einem neuen Partner gesucht und war in der Elde Grund Projektentwicklung GmbH aus Neustadt-Glewe fündig geworden. „Das Grundstück in Grabow ist wunderschön gelegen, der ideale Standort für ein Eigenheim. Nachdem erste Verhandlungen mit einem anderen Investor gescheitert waren, kam Herr Sternberg auf uns zu und konnte uns für das Projekt begeistern“, bestätigt Geschäftsführerin Claudia Christ. In den kommenden Monaten soll nun der bereits vorhandene B-Plan für das ca. 18 000 Quadratmeter große Grundstück geändert werden, um die geplante Erschließung von etwa 20 Wohngrundstücken mit einer Größe von 500 bis 800 Quadratmetern umsetzen zu können.

Bereits 2017 soll mit den Vorbereitungen begonnen werden. Alles hängt davon ab, wie schnell die Genehmigungsverfahren zur B-Plan-Änderung abgeschlossen werden können. Geht es nach den Wünschen der Stadt, ist der Beginn für die infrastrukturellen Baumaßnahmen noch für Ende nächsten Jahres avisiert. Einen wesentlichen Punkt der Änderung des Bebauungsplanes stellt der Wegfall des Neuen Kanals dar. Dabei handelt es sich um einen ursprünglich geplanten Stichkanal von der Müritz-Elde-Wasserstraße in das Wohngebiet, wodurch die Grundstücke direkt mit dem Boot zu erreichen gewesen wären. Stattdessen könnte nun das eine oder andere Baugrundstück mehr entstehen.

„Für uns als Stadt ist eine solche Investition natürlich Gold wert. Nicht nur, dass wir so eventuell neue Familien nach Grabow locken, es wertet auch das gesamte Stadtgebiet an dieser Stelle auf. Aus diesem Grund werden wir den Investor natürlich mit all unseren Kräften unterstützen, das Vorhaben so schnell wie möglich auch umsetzen zu können“, so Stefan Sternberg. Bisher sei erst einmal nur die vollständige Erschließung der Wohngrundstücke zur weiteren Vermarktung geplant, ob das Unternehmen eventuell auch Häuser in Eigenregie und späterem Weiterverkauf entstehen lässt, könne man an dieser Stelle noch nicht sagen, so der Bürgermeister.

Elde-Grund-Geschäftsführerin Claudia Christ ergänzt: „Auf uns kommt in den nächsten Monaten erst einmal sehr viel bürokratische Arbeit zu. Für Gespräche oder genauere Informationen an mögliche Interessenten ist es daher bisher noch zu früh. Wir sind uns jedoch sicher, dass wir, wenn es erst so weit ist, ein großes Interesse an Käufern haben werden.“

Das Anliegen der Stadt sei es, von innen heraus zu wachsen, hatte der Bürgermeister den Stadtvertretern erläutert. Da sei das Gelände an der Müritz-Elde-Wasserstraße mit Sicherheit attraktiv. In der Goldleistenfabrik war nur noch bis Mitte der neunziger Jahre produziert worden. Seitdem lag das Gelände brach und harrte einer weiteren sinnvollen Nutzung. Wohnen mitten in der Stadt lautet nun die Bestimmung dieses Areals.