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Freiwilliges Soziales Jahr in Ludwigslust Lea David dribbelt sich ans Ziel

Von panknin | 01.03.2018, 05:00 Uhr

Die derzeitige FSJlerin beim Kreissportbund Ludwigslust-Parchim möchte in einem ersten Schritt Sportmanagement studieren

Lea Davids Weg lässt sich gut mit einem einzigen Wort beschreiben – sportlich. Derzeit absolviert die 19-Jährige ein Freiwilliges Soziales Jahr. Beim Kreissportbund Ludwigslust-Parchim. Dort ergänzt sie das Team, allerdings nicht erst seit gestern. Lea David ist hier bereits bekannt. Sie weiß, was sie will. Nach dem Abitur in Ludwigslust hat die 19-Jährige zunächst ein halbes Jahr gearbeitet. „Jetzt will ich die Zeit bis zum Studium überbrücken“, erzählt Lea David. Das Studienfach steht bereits fest. Sportmanagement. Der Studienort allerdings noch nicht. Leipzig, Rostock, Potsdam oder Hamburg stehen im Raum. Einige Sporttests stehen noch aus. „In Leipzig und Rostock gleicht sich vieles. Darauf kann ich mich vorbereiten“, sagt Lea David. Badminton, Slalom, Ausdauer... Disziplinen, die in Rostock und Leipzig gleichermaßen getestet werden. „Hamburg dagegen war komplett anders“, erzählt Lea David. Jonglieren, Skaten, Gymnastik... Sportarten, die die Blievenstorferin nicht alle mag.

Mannschaftssport – den mag die 19-Jährige. Im Idealfall 90 Minuten lang. Schließlich spielt sie Fußball. Welche Position? „Zentrales Mittelfeld.“ Auch auf einem anderen Grün fühlt sich Lea David Zuhause. Nämlich beim Golfen. „Golf spiele ich, um mich zu beruhigen.“ Außerdem werde Golf wirklich unterschätzt. Es sei wirklich anstrengend. „Trainiert in jedem Fall gut die seitlichen Bauchmuskeln“, erklärt Lea David.

Auf ihre derzeitige Vorgesetzte, Kriemhild Kant, ist Lea David allerdings nicht beim Golfen getroffen, sondern beim Fußball. Beide erinnern sich daran. Glücklich ist die Geschäftsführerin des Kreissportbundes in jedem Fall, Lea David in ihrem Team derzeit zu haben. „Eigentlich sollte das alles schon viel früher begonnen haben“, erklärt Kriemhild Kant. Doch das hat leider nicht geklappt. Dennoch: Lea David fühlt sich wohl bei ihrer derzeitigen Aufgabe. „Lea ist blickig, sie weiß, an welchen Stellen wir jemanden brauchen.“ Kriemhild Kant spricht aus Erfahrung. In der vergangenen Zeit gab es immer wieder FSJler, die noch gar keinen Kontakt zu irgendeinem Verein je hatten. „Wir brauchen schon Leute, die wissen, was sie tun.“

Lea David weiß es. Sie kennt sich aus. Mit Vereinssport. Und mit dem Spielmobil des KSB. Jetzt wird die 19-Jährige noch einiges mehr dazulernen. Gut so. Das will sie schließlich auch. „Um die organisatorischen Dinge im Verein werde ich mich jetzt kümmern. Und delegieren“, sagt sie und lächelt. Lange wird Lea David beim KSB aber nicht bleiben. Nur bis zum 31. August. „Deshalb suchen wir auch schon jetzt wieder geeignete Bewerber“, sagt Kriemhild Kant.

Ihrer Heimat will die 19-Jährige eigentlich nicht den Rücken kehren, nur zum Studieren. Allerdings muss nach dem Studium auch die passende Stelle gefunden werden. Für Lea David aber lautet das Motto: Nach dem Studium ist vor dem Studium. „Ich werde noch eine therapeutische Ausbildung anschließen.“ Genau in diese Richtung will Lea David später einmal gehen. Am besten als ihr eigener Chef. „Irgendwann mache ich mich selbstständig.“