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Wöbbelin Kneipp-Kita und Bienenweiden

Von Redaktion svz.de | 19.03.2015, 12:31 Uhr

Trotz knapper Kassen will Gemeinde Wöbbelin sich weiterentwickeln / Ein erklärtes Ziel der Bürgermeisterin: Naturparadies werden

Die Gemeinde liegt direkt an der Autobahn, hat Kindertagesstätte und Grundschule und viele aktive Unternehmen. Und doch geht es Wöbbelin nicht anders als anderen Kommunen in der Region. „Durch Mehrausgaben und Mindereinnahmen haben wir in diesem Jahr rund 122 000 Euro weniger zur Verfügung“, erklärt Bürgermeisterin Viola Tonn. Trotzdem will sich die Gemeinde auch Ausgaben leisten, zu denen sie nicht per Gesetz verpflichtet ist, ein bisschen investieren und neue Projekte anschieben.

Besonders die Kinder und Jugendlichen hat Viola Tonn dabei im Blick. So sei geplant, die Kindertagesstätte umzubauen. „Sie will Kneipp-Kita werden“, erklärt Viola Tonn. „Dazu sollen die Räumlichkeiten vergrößert werden.“ Die Planungskosten für das Vorhaben sind im diesjährigen Haushalt eingeplant. Außerdem gibt die Gemeinde für den Jugendclub rund 21 000 Euro aus. „Wir brauchen diese Betreuung vor dem Hintergrund der auftretenden sozialen Probleme“, betont Viola Tonn. Sie hoffe, dass da endlich ein Umdenken in der Politik einsetze.

Feuerwehr, Friedhof und Sportplatz sind weitere Bereiche, in die in diesem Jahr Geld fließen soll. So wird laut Bürgermeisterin der letzte der benötigten Bohrbrunnen gebohrt – für rund 4000 Euro. Auf dem Friedhof in Dreenkrögen wird eine Brachfläche so umgestaltet, dass künftig anonyme und halbanonyme Bestattungen möglich sind. „Das war ein Wunsch der Bürger“, so Viola Tonn. Und auf dem Sportplatz ist geplant, die Tanzfläche zu erneuern. Im Gespräch sei zudem, in Kooperation mit dem Landkreis einen Kompostierplatz für Grünschnitt anzulegen. „Wir wollen die Gartenfeuer reduzieren“, begründet die Bürgermeisterin. Ein Vorhaben, das zum Ziel der Bürgermeisterin passt, die Gemeinde zum Naturparadies zu machen.

Schon im vergangenen Jahr hatte die Gemeinde begonnen, etwas für Bienen zu tun. Das Projekt soll – genauso wie die Bienen-Arbeitsgemeinschaft an der Grundschule – weitergeführt werden. „Wir wollen mehrere Bienenvölker anschaffen. Darum haben die Schulleiterin und ich einen Imkerlehrgang belegt“, erklärt Viola Tonn. „Eltern und Kinder haben kleine Wagen für die Bienenvölker vorbereitet.“ Im Dorf werden weitere bienenfreundliche Gehölze angepflanzt, rund um das Dorf Bienenweiden angelegt. „Langfristig soll bei uns ein Bienenlehrpfad entstehen.“

Dass in der Gemeinde noch so vieles läuft, ist auch oder vor allem den Einwohnern zu verdanken. Ob die „sehr gut funktionierende Feuerwehr“, das Kulturteam, die hilfsbereiten Unternehmen oder andere Bürger – „wir machen sehr viel ehrenamtlich und in Eigenregie, damit es nichts oder möglichst wenig kostet“, so Viola Tonn.