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Ludwigslust Kinder und Familie im Blickpunkt

Von Uwe Khnke | 26.07.2016, 14:44 Uhr

Direktkandidatin der Linken Jacqueline Bernhardt verbindet persönliches Glück und berufliche Ambitionen als Politikerin miteinander

Familie ist genau das Ding der Jacqueline Bernhardt, sowohl privat als auch beruflich. Privat hat sie ihren Steffen vor 19 Jahren am Balaton kennen gelernt. Die beiden haben eine siebenjährige Fernbeziehung gelebt, die ihrer Liebe nichts anhaben konnte. 2004 war es dann soweit – Jacqueline Bernhardt, die eigentlich aus Borsdorf bei Leipzig stammt, zog ins mecklenburgische Groß Laasch. Das ländliche Leben sagt ihr zu, sie liebt auch die Dorfgemeinschaft in Groß Laasch. „Die Menschen und die Landschaft faszinieren mich an Mecklenburg“, sagt die Politikerin. Jacqueline Bernhardt ist in diesem Landstrich angekommen.

Dem Sozialen widmet die 39-Jährige ihre politische Arbeit. In der Landtagsfraktion der Linken ist die Groß-Laascherin zuständig für Kinder, Jugendliche und Familie. Kein Wunder also, dass ihr auch der Jugendclub in der Gemeinde sehr am Herzen liegt. Wenn Jacqueline Bernhardt in die Zukunft blickt, sieht sie im reichen Deutschland den Kampf gegen die Kinderarmut als eine große Herausforderung. Ein Netzwerk dazu hat sie mit ins Leben gerufen. „Wir streben die Befreiung der Eltern von den Beiträgen für die Kindertagesbetreuung an.“ So steht es im Wahlprogramm ihrer Partei, und Jacqueline Bernhardt setzt ein dickes Ausrufezeichen dahinter.

Dass die junge Frau einmal bei den Linken landen würde, war nicht unbedingt vorprogrammiert. Sie ist evangelisch aufgewachsen, erzogen, getauft und konfirmiert worden. Christin ist Jacqueline Bernhardt auch heute noch mit ganzem Herzen. Beruflich ist sie Volljuristin, hat unter anderem in Wien studiert und in Taiwan gearbeitet. Bevor sie sich politisch dem Thema Familie und Kinder widmete, waren Recht und Europa ihre Arbeitsschwerpunkte. Heute stellt sie fest: „Ich bin zwar nicht Richterin geworden, wie ich es ursprünglich wollte, aber Anwältin – für einen Teil der Gesellschaft, der mir am Herzen liegt.“