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Finanzielle Hilfen für Ernteausfälle Hü und hott um EU-Agrarhilfen

Von dpa | 13.09.2011, 08:09 Uhr

Der Europa-Abgeordnete Werner Kuhn (CDU) und Agrarminister Till Backhaus (SPD) streiten um die Entschädigung für regenbedingte Ernteausfälle. Ein Katastrophen-Hilfsfonds sei erst nach 2013 in der Diskussion.

Der Europa-Abgeordnete Werner Kuhn (CDU) und Agrarminister Till Backhaus (SPD) streiten um die Entschädigung für regenbedingte Ernteausfälle. Während die Bauern in Mecklenburg-Vorpommern nach Ansicht Kuhns auf Geld aus einem Katastrophenfonds der EU hoffen können, wies Agrarminister Till Backhaus (SPD) diese Darstellung am Dienstag entschieden zurück. "Es gibt keinen Fonds, aus dem wir uns bedienen können." Ein Katastrophen-Hilfsfonds sei erst für die EU-Förderperiode nach 2013 in der Diskussion. Kuhns Äußerungen seien unverantwortlich und wecken falsche Hoffnungen.

Richtig sei, so Backhaus, dass das Land den Bauern finanziell unter die Arme greifen könne - aber nur, wenn der Nachweis erbracht sei, dass die Betriebserlöse, nicht die Erntemenge, 30 Prozent unter dem Niveau der Vorjahre liegen. Die Bereitstellung von Landesmitteln für diesen Fall müsse von der EU genehmigt werden, ein Antrag sei gestellt worden.