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Ludwigslust Historische Instrumente erklingen

Von SVZ | 12.12.2017, 12:00 Uhr

Konzert am dritten Advent in der Stadtkirche nimmt Zuhörer mit auf Zeitreise ins 17./18. Jahrhundert

Zu einem besonderen Weihnachtskonzert lädt die Stadtkirche am Sonntag, dem 17. Dezember, ein. Es musiziert das solistisch besetzte Ensemble „Concentus syderum“ auf historischen Instrumenten gemeinsam mit vier Sängerinnen und Sängern des Landesjugendchores Schleswig-Holstein.

Auf dem Programm des Konzertes, das um 15 Uhr beginnt, stehen Werke unter anderem von Johann Sebastian Bach, Arcangelo Corelli, Antonio Vivaldi und Dietrich Buxtehude. Das Ensemble wird angeführt durch die international renommierte Barockvirtuosin Annegret Siedel (Hamburg), unter anderem Leiterin des Barockensembles „Bell‘Arte“ Salzburg (Österreich).

Das Konzert kommt auf Initiative des nebenberuflichen Barockgeigers Uwe Dietsche aus Bengerstorf bei Boizenburg zustande. Dieser hatte den Kontakt zu Annegret Siedel sowie den übrigen Musikern geknüpft. „Es ist schon ein besonderes Geschenk, dass wir ein solches Konzert zu uns nach Westmecklenburg bekommen“, sagt er. „Ich kann nur alle ermuntern, sich auf diese Zeitreise in das 17. und 18. Jahrhundert mitnehmen zu lassen.“ Neben Annegret Siedel werden mit Andrej Naumovich (Lübeck) am Cembalo und Ruprecht Bassarak (Schwerin/Ludwigslust) am Barockcello zwei weitere Experten für alte Musik zu hören sein: „Wir wollen zeigen, wie schön, wie kreativ und wie vielseitig alte Musik ist“, sagt Bassarak. „Gerade alte Musik ist alles andere als verstaubt und abseitig. Im Gegenteil: Sie wurde häufig von kleinen Ensembles wie dem unsrigen aufgeführt und bot – ähnlich wie heutige Musikstile – viele Gelegenheiten zu Improvisation und freier Entfaltung. Und dabei besitzt sie großen Tiefgang.“

Die zur Aufführung kommenden Werke bieten eine Abwechslung von Instrumentalstücken, Werken in solistischer und chorischer Besetzung sowie mit A-cappella-Gesang. Besondere Perlen sind die Kantaten des Lübecker Marienorganisten Dietrich Buxtehude, der zu seiner Zeit so berühmt war, dass Johann Sebastian Bach als junger, gerade einmal 20-jähriger Organist im Jahre 1705 einen Fußmarsch von Arnstadt nach Lübeck, also über 400 Kilometer, auf sich nahm, um bei dem fast Siebzigjährigen zu lernen.

Der Eintritt zum Weihnachtskonzert ist frei. Zur Deckung der (nicht ganz unerheblichen) Unkosten wird um eine Spende am Ausgang gebeten, heißt es in der Einladung.