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Eldena Hier „brennt“ es gerade

Von muen | 14.03.2018, 21:00 Uhr

Wir waren beim traditioneller Brandschutztag mit Feuerwehr und Polizei an der Grundschule in Eldena dabei

Dichte Rauchschwaden ziehen durch die Flure, in manchen Zimmern ist der Qualm so dicht, dass nichts mehr zu sehen ist: Feueralarm in der Eldenaer Grundschule.

Der Rauch ist aber nur künstlich und völlig ungefährlich – und Flammen gibt es auch keine.

Am gestrigen Mittwoch stand an der Eldenaer Grundschule ein Brandschutztag auf dem Plan. Schulleiterin Brigitte Gäth: „Der Tag hat bei uns schon Tradition. Wir führen ihn einmal im Jahr immer im März gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr Eldena durch.“

Die Wehr war mit mehreren Fahrzeugen und insgesamt neun Kameraden im „Einsatz“. Ebenfalls dabei: die Präventionsberaterinnen der Polizeiinspektion Ludwigslust Christin Höfler und Sandra Hahndorf.

An verschiedenen Stationen lernen die Grundschüler an diesem Vormittag, wie man mit Feuer richtig umgeht, aber auch, welche Gefahren es bergen kann. Oliver Kann von der Feuerwehr zeigt beispielsweise, wie gefährlich alte Batterien sein können. „Die dürfen nicht in den Müll, weil sie dort Gegenstände entzünden können“, erklärt Oliver Kann und demonstriert das Gesagte mit einer kleinen Batterie, die dann auch Stahlwolle, wie sie zum Reinigen von Kochtöpfen verwendet wird, entzündet. „Im Supermarkt gibt es spezielle Stellen, wo man solche Batterien abgeben kann“, weiß Laura aus der ersten Klasse.

Eine Etage höher „brennt“ ein Raum. Feuerwehrmann Jakob de Vries hat Rike und Hella aus der dritten Klasse mit Schutzkleidung, Helm und Wärmebildkamera ausgerüstet. Mit Hilfe einer solchen Kamera können sich Feuerwehrleute im Ernstfall auch im dichten Rauch orientieren und gegebenenfalls eingeschlossene Personen entdecken. Rike und Hella dürfen mit der Kamera in besagten Raum, in dem der Qualm so dicht ist, dass kaum etwas zu sehen ist. Natürlich ist der Rauch, wie schon erwähnt, ungefährlich. Die beiden Schülerinnen jedenfalls entdecken mit Hilfe der Kamera die drei dort versteckten Flaschen, die sie finden sollten. „Das war ganz dunkel da drin. Aber mit der Wärmebildkamera haben wir dann sehen können und die Flaschen gefunden“, so Rike danach. Und Hella meint: „Wir haben heute viel gelernt, zum Beispiel, wie man Ruhe bewahrt, wenn es brennt und wie man Verbände anlegt.“

Welche Gefahrenstellen es in einem Gebäude geben kann, erläutern Wehrführer Hannes Herer und Jugendwart Christian Wilke mit Hilfe eines Modellhauses.

Die Kinder erfuhren an diesem Vormittag aber nicht nur, wie sie Brände verhindern können oder wie sie sich im Brandfall verhalten müssen. Es ging auch um richtiges Verhalten im Straßenverkehr. Die Präventionsberaterinnen der Polizei Christin Höfler und Sandra Hahndorf erklärten den Kindern beispielsweise, was verschiedene Verkehrszeichen bedeuten. Auf einer Zeichnung, die das Geschehen auf einer Straßenkreuzung darstellt, mussten die Schüler erkennen, wer sich dort falsch verhält. Wer die fünf Fehler entdeckte , bekam von den Polizistinnen einen entsprechenden Sticker als Belohnung.

Schulleiterin Brigitte Gäth fasste den Vormittag so zusammen: „Wieder eine tolle Sache, weil hier Theorie und Praxis ganz nahe beieinander liegen und alle Kinder so ganz viel lernen können.“

Zum Erfolg des Tages trug auch eine nur scheinbare Nebensächlichkeit bei: „Dass wir heute hier mit neun Kameraden sein konnten, ist auch ihren jeweiligen Arbeitgebern zu verdanken, die sie freigestellt haben. Das ist leider nicht überall selbstverständlich“, so Oliver Kann.

Andreas Münchow