Ein Angebot des medienhaus nord
Ein Artikel der Redaktion

Ludwigslust Haushalt für 2014 durchgewinkt

Von mick | 19.12.2013, 07:00 Uhr

Auf der letzten Sitzung im alten Jahr haben die Mitglieder des Amtsausschusses Ludwigslust-Land Beschlussvorlage einstimmig gebilligt

„Standen den Kommunen in unserem Amtsbereich im Jahre 2005 noch 2,6 Millionen Euro an liquiden Mitteln zur Verfügung, so sind es im Jahre 2013 nur noch 796 000 Euro“, listet Dr. Olaf Hinrichs auf. „Wir sind hier im ländlichen Raum auf einem völlig falschen Weg“, sagte der Amtsvorsteher. Die Anzahl des Personals sei so gewollt, die Tarife stehen fest. „Diese Entwicklung können wir auch in anderen Ämtern erleben, so ist im Amt Grabow zum Beispiel die Amtsumlage noch höher“, sagte Dr. Hinrichs, der trotz allem die Ausschussmitglieder um Zustimmung für den Haushalt bat. Und mit Erfolg, die Beschlussvorlage wurde von den Anwesenden ohne Gegenstimme durchgewinkt. „Der Durchschnitt der Gemeinden steht so wie wir oder noch schlechter da. Bisher hat uns noch keiner eine Lösung aufgezeigt, wie es besser werden kann“, legte der Amtsvorsteher den Finger auf die Wunde. Solange das Finanzausgleichsgesetz nicht auf einem Flächenfaktor basiert und die Einwohnerzahl mit einbezogen werde, werde es in Sachen Finanzausstattung so ungerecht bleiben, ergänzte Dr. Olaf Hinrichs.


Im Jahr 2013 weisen gleich vier Gemeinden Fehlbetrag aus

So ist es jedenfalls geplant. Und in den nächsten Jahren werde auch nicht mehr passieren, im Finanzplanungszeitraum wird sich nicht viel ändern, eine Besserung der finanziellen Situationen ist nicht in Sicht. An dieser Stelle verweist Dr. Hinrichs in seiner Darstellung zum Haushalt 2014 auf einen sehr bedeutsamen Punkt: Die liquiden Mittel der Gemeinden des Amtes. Diese betrugen Ende 2013 alles in allem 475 000 Euro, am Ende des Haushaltsjahres 2014 soll die Summe bei 566 000 Euro liegen. An Investitionen sind im neuen Haushaltsplan 27 800 Euro vorgesehen. „Das ist natürlich überhaupt nicht viel, das meiste Geld wird für den EDV-Bereich ausgegeben“, meint der Amtsvorsteher. Zudem wolle das Amt Geld vorhalten für die Gestaltung des Parkplatzes an der Amtsverwaltung oder alternativ für die Verbesserung des Eingangsbereiches gegenüber dem Meldeamt, erläuterte der Leitende Verwaltungsbeamte Wolfgang Utecht.