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Klein Laasch „Grenzfrage“ noch ungeklärt…

Von muen | 12.12.2017, 05:00 Uhr

… aber Neustadt-Glewe darf in Klein Laasch dank eines Bauerlaubnisvertrages neues Buswartehäuschen errichten

Die „Grenzfrage“ ist zwar immer noch nicht geklärt, das Problem aber offenbar gelöst.

Der Neustädter Ortsteil Klein Laasch bekommt nämlich nun endlich ein neues Buswartehäuschen. Nur weiß bisher niemand so ganz genau, wem die Fläche gehört, auf der es stehen wird.

Rückblick: Im Januar 2016 kracht ein Auto in das damalige Buswartehäuschen an der Kreisstraße in Klein Laasch. Der Bau wird so schwer beschädigt, dass er einsturzgefährdet ist, die Stadt das Häuschen aus Sicherheitsgründen abreißen lässt und einen Neubau plant (SVZ berichtete). Dann aber die Überraschung: „Es wurde festgestellt, dass das Buswartehäuschen gar nicht, wie zunächst gedacht, auf Grund und Boden der Stadt steht. Somit durften wir dort nicht auf fremder Fläche bauen“, so Neustadt-Glewes Bürgermeisterin Doreen Radelow.

Die Folge: Schulkinder müssen seitdem morgens bei Wind und Wetter im Freien auf den Schulbus warten. Denn weil unklar ist, wem denn nun die Fläche gehört und wer somit zuständig ist, gibt es hier zunächst ein langes Hin und Her, Gespräche, Verhandlungen und keine Lösung. Doreen Radelow: „Unstrittig ist, dass die gepflasterte Fläche der Haltestelle dem Landkreis gehört, der Wald dahinter der Landesforst. Nur weiß niemand, wo die Grenze zwischen beiden verläuft.“

Das künftige Wartehaus steht also auf dem „Territorium“ des Landkreises oder der Landesforst oder auch beider, falls es genau auf der Grundstücksgrenze gebaut wird. Denn dass es errichtet wird, steht nun fest. „Wir als Stadt haben jetzt einen Bauerlaubnisvertrag bekommen, dass wir an der vorgesehenen Stelle ein neues Buswartehäuschen bauen können“, freut sich Neustadt-Glewes Bürgermeisterin Doreen Radelow.

Vertragspartner sind neben Neustadt-Glewe der Landkreis und die Landesforst. Wem von beiden letztlich die Fläche gehört, sollen spätere Prüfungen ergeben. Unabhängig davon aber erlauben Landkreis und Forst als potenzielle Besitzer der Fläche Neustadt-Glewe laut Vertrag den Neubau des Häuschens.

Hans-Georg Zwang, Fachdienstleiter Straßen- und Tiefbau im Landkreis: „Es handelt sich dabei um einen sonst nicht unbedingt üblichen Vertrag. Allerdings ging es hier darum, endlich eine Lösung im Interesse der Schulkinder zu finden.“

Ähnlich sieht es Dr. Holger Voß, Leiter des Forstamtes Grabow: „Ich bin froh, dass das Buswartehaus nach dem ganzen Hin und Her nun endlich gebaut werden kann.“

Der Stadt entstehen beim Neubau keine zusätzlichen Kosten. Die übernimmt die Versicherung der Unfallverursacherin vom Januar 2016. Bürgermeisterin Doreen Radelow: „Wir werden jetzt schnellstmöglich einen entsprechenden Typ von Buswartehäuschen aussuchen und Angebote prüfen, damit es gebaut werden kann und die Schulkinder in Klein Laasch endlich wieder einen sicheren Warteplatz an der Bushaltestelle haben.“