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Airbeat One Glamping: die Luxusklasse des Festival-Campings

Von Tina Wollenschläger | 14.07.2019, 09:49 Uhr

Auf der Airbeat One gibt es Main, Nord, VIP und Special Camping: die ruhige Luxusklasse des Festival-Campings.

25 Grad Celsius – Badewannentemperatur. Geht klar. „Und jetzt ein kühles Blondes“, sagt Benjamin Berg und lehnt sich entspannt zurück. Arschbombe. Direkt in den Whirlpool neben ihm. Gratis Dusche für seine Freunde, die gerade die mitgebracht Musikanlage aufstellen: Lounge-Musik. Der Berliner hat mit seinem Kumpel Nico Kopiektzky beim Special Camping - auch "Glamping" genannt - eingecheckt. Chillen im Whirpool oder im großen Outdoorpool des VIP Campings ist seine Vorstellung eines gelungenen Nachmittages. „Natürlich sind wir zum Party machen hier, aber die geht erst nach Mitternacht los“, sagt der 31-Jährige. Da ist abtanzen bis in die Puppen auf dem Infield der Airbeat One angesagt und natürlich chillen – das gehört für ihn mit dazu. Ihre neuen Freunde haben Benjamin und Nico hier kennengelernt. Das gehe hier schnell. Alle sind gleich drauf.

„Wir haben erst Ende März gebucht, da gab es nur noch freie Plätze im Special Camping“, sagt Benjamin. Für fünf Tage zahlen die beiden rund 1.600 Euro – VIP-Tickets für das Festival, Unterbringung im Tippi und das „Drumherum“. Was er damit meint ist: kein Bier unter fünf Euro, die Eröhung der Parkgebühren drei Wochen vor Beginn des Festivals, Service-Gebühren bei der Buchung und beim Aufladen des Festival-Bändchens. Auf der Airbeat wird nämlich nur bargeldlos mit einem Guthaben bezahlt. Nur kleine Beträge, aber das läppert sich. „In den vergangenen Jahren haben diese „Extra-Kosten“ zugenommen“, bemängelt Sina aus Flensburg, die mit ihrem Freund Nils für 90 Euro drei Tage im VIP Bereich zeltet. Das habe dem Festival schon den Spitznamen „Gebührenbeat“ eingebracht. Und dennoch ist Sina schon das vierte Mal auf der Airbeat, denn „es ist jedesmal einfach saugeil.“

In dem kleinen Dorf „Special Camping“ hinter blickdichtem Bauzaun stehen Tippis, verschiedenen Zelte für zwei bis vier Personen und Holz-Loggien, dort wohnen rund 600 Festivalbesucher aus aller Herren Länder - sogar aus Australien und Thailand. Allen Special-Unterkünften zu eigen: Es gibt je nach Ausstattung Matratzen oder sogar Betten und Schlafsäcke. Die Rezeption hat 24/7 geöffnet und in kleinen Schließfächern können auch diejenigen ihr Handy aufladen, die keinen Strom im Zelt haben. Und hat der Special-Camper was im Auto vergessen: Kein Problem, es ist nur hundert Meter entfernt.

Was die Toilettensituation angeht, so wäre „das Jammern auf hohem Niveau“, wie Ilona Paphe es nennt: Auf 18 Special-Camper kommt eine – Wasserklosett versteht sich. Beim den Duschen sieht es genauso aus.

Benjamin und Nico sind das erste Mal auf der Airbeat One und dann gleich volles Programm im Special-Camping. Na, ja das kam ihnen ganz gelegen. Sie seien ja auch schon ein bisschen älter, das wäre eine Unterbringung dem alter angemessen, meint der 31-jährige Benjamin und lacht. Trotzdem findet er den Preis nicht gerechtfertigt. Das ist soviel wie zwei Wochen Urlaub im Süden - inklusive Flug. Das ist den beiden klar. Für die Berliner wird es ganz sicher ein nächstes Mal bei der Airbeat geben, aber wahrscheinlich nicht im Special-Camping.

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