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Ludwigslust Für Hilfesuchende eine wichtige Adresse

Von SVZ | 05.02.2014, 17:18 Uhr

CDU-Landtagsabgeordnete Maika Friemann-Jennert informiert sich über die Arbeit des Pflegestützpunktes Ludwigslust

Um sich über die Möglichkeiten des individuellen Hilfebedarfs im Pflegefall zu informieren, besuchte die CDU-Landtagsabgeordnete Maika Friemann-Jennert den Ludwigsluster Pflegestützpunkt beim Landkreis Ludwigslust-Parchim, Garnisonsstraße 1. Aus Bürgergesprächen und eigener Erfahrung wisse sie, dass Hilfe Suchende sich wünschten, dass es so eine Einrichtung schon viel eher gegeben hätte, eröffnete Friemann-Jennert die Gesprächsrunde.

Was steht dem zu Pflegenden zu, was dem Pflegenden? Wie kann ich welche Hilfen beantragen und wo muss ich das tun? Wie kann ich Vorsorge treffen? Wann kann man eine Pflegestufe beantragen? Wer stellt einen Behindertenausweis aus? Was kostet ein Pflegeheimplatz? Gibt es auch noch andere Möglichkeiten neben der Heimunterbringung? All diese Fragen werden im Pflegestützpunkt kostenlos, trägerneutral und individuell verständlich beantwortet.

Nach einer halbjährigen Startphase haben sich die ersten Schwerpunkte heraus kristallisiert. Zum einen sind es die notwendigen Netzwerkstrukturen, die dazu betragen, dass die Arbeit läuft.
„Wir sind sehr viel herumgefahren, um mit den Trägern von Pflegeeinrichtungen in Kontakt zu treten und haben da auch längst noch nicht alle erreicht“, berichten die beiden Mitarbeiter Sylke Seehase und Holger Niehs.

Die Arbeit des Pflegestützpunktes soll keineswegs in Konkurrenz zur Arbeit der Träger stehen, im Gegenteil. Die Kooperation ist gewollt, damit sich die Beratung auf Grund der demografischen Entwicklung zum Vorteil aller Betroffenen und deren Familien, z.B. bei möglichst ortsnaher Unterbringung, entwickeln kann.

Häufig sind Angehörige gar nicht mehr in unmittelbarer Nähe der zu Pflegenden wohnhaft und eine Bündelung der Dienste zur Aufrechterhaltung des Lebens im eigenen Haushalt ist erforderlich. Hier kann der Pflegestützpunkt die notwendigen Informationen liefern. Zum anderen stellen die langen Wege für viele Hilfe Suchende eine große Herausforderung dar.

Die Bürgerbüros machen schon viel möglich, aber speziell für den umfangreichen Bereich Pflege sind sie nicht zugeschnitten. Da machen sich die Mitarbeiter auch auf den Weg, um vor Ort zu beraten. Dieser Ansatz wird sich in den nächsten Jahren auch in anderen Bereichen etablieren, wenn ein großer Teil der Bevölkerung durch hohes Alter an Mobilität verliert.

Wer also Pflege-Beratung aus einer Hand wünscht, ist beim Pflegestützpunkt genau richtig. „Im nächsten Quartal wird sich die Enquetekommission „Älter werden in Mecklenburg-Vorpommern“ mit dem Thema „Pflege“ auseinandersetzten und sich in diesem Zusammenhang auch mit dem, ggf. noch ausbaufähigen Leistungsvermögen von Pflegestützpunkten beschäftigen“, so die Obfrau der CDU-Landtagsfraktion in der Kommission.