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Bresegard bei Eldena Flammen zerstören Wohnhaus

Von Dnise Schulze | 20.12.2016, 21:00 Uhr

Verheerender Brand in den frühen Morgenstunden. 83-jähriger Bewohner wird durch vorbeifahrenden Anwohner gerettet

Feuerdrama in Bresegard bei Eldena. In einem Einfamilienhaus an der Karenzer Straße ist heute in den frühen Morgenstunden ein Brand ausgebrochen. Während im Dachstuhl schon die Flammen loderten, schlief der 83-jährige Bewohner des Hauses noch im Erdgeschoss. Nur dank des Eingreifens eines aufmerksamen Anwohners konnte er das Haus noch rechtzeitig verlassen, bevor die Flammen das Gebäude komplett zerstörten. Die Brandursache ist noch unklar.

Jens Lüdtke, zweiter stellvertretender Amtswehrführer des Amtes Ludwigslust-Land, ist gegen 6.30 Uhr als Erster vor Ort. „Das Haus stand lichterloh in Flammen. Ich habe das brennende Dach bereits von Karenz aus gesehen.“ Die Feuerwehren Bresegard, Malliß, Eldena und Göhlen sind mit 24 Kameraden und acht Fahrzeugen im Einsatz, um den Brand unter Kontrolle zu bekommen. Auch noch drei Stunden nach der Alarmierung steigt dichter Rauch aus dem Dachstuhl des Hauses. „Auf dem Dachboden befindet sich Stroh, dadurch entfachen immer wieder kleine Glutnester“, erklärt Jens Lüdtke. Durch den Brand ist der Dachstuhl einsturzgefährdet, auch der Schornstein droht umzukippen. „Wir müssen sehr vorsichtig sein, damit niemand durch einen herabstürzenden Giebel verletzt wird“, so Jens Lüdtke weiter. Auch Beamte des Kriminaldauerdienstes konnten das Gebäude am Vormittag zunächst nicht betreten.

Dass der 83-jährige Bewohner des Hauses nicht verletzt wurde, ist einem aufmerksamen Anwohner zu verdanken. Dieser befand sich auf dem Weg zur Arbeit, als er aufsteigenden Rauch bemerkte und daraufhin sofort die Feuerwehr informierte. „Der Anwohner und ein Nachbar klopften solange an die Tür und Fenster, bis der ältere Herr aufwachte. Damit haben sie ihm das Leben gerettet“, berichtet Klaus Wiechmann, Pressesprecher der Polizeiinspektion Ludwigslust. Der Mann blieb unverletzt, wurde aber dennoch vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht.

Nachdem der Brand unter Kontrolle gebracht war, ließ die Feuerwehr Bresegard den Dachstuhl am Nachmittag durch die Trockenwerk Eldena GmbH beräumen. „Damit die Brandursachenermittler ihre Arbeit aufnehmen können, müssen wir den Dachstuhl entfernen lassen. Die Einsturzgefahr ist einfach zu groß“, erklärt Jens Lüdtke. Die genaue Brandursache ist bisher noch unklar, die Ermittler konnten das Wohnhaus erst in den späten Nachmittagsstunden betreten. Die anwesenden Kameraden der Feuerwehr vermuten jedoch einen technischen Defekt. Laut Polizeiangaben beläuft sich der Schaden auf mehrere Zehntausend Euro.

Da auch am Nachmittag noch immer wieder Glutnester aufflammten, blieb die Freiwillige Feuerwehr Bresegard bis zum Abend vor Ort.