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Grabow Ein Original findet seinen Platz

Von Dnise Schulze | 16.12.2017, 12:00 Uhr

Bronzefigur der Grabowerin Guste Trahn an der Rehberger Brücke feierlich enthüllt

Die berühmte Grabowerin Guste Trahn hat noch pünktlich vor Weihnachten ihren Platz in der Grabower Innenstadt gefunden. Die Bronzefigur des Lenzener Künstlers Bernd Streiter wurde jetzt an der Rehberger Brücke vor dem Heimatmuseum aufgestellt und setzt das Projekt „Kunst im Raum“ der Eldestadt fort.

In der einen Hand ein Besen, hinter ihr der Handwagen und die Hand Richtung Ludwigslust ausgestreckt. Vielen Grabowern ist die Skulptur von Guste Trahn sicher schon aus dem Rathaus bekannt, wo sie viele Jahre als Gipsfigur stand. Vor rund zwei Monaten holte Bernd Streiter die alte Dame in sein Atelier nach Lenzen, um mit den Arbeiten für die Bronzefigur zu beginnen (SVZ berichtete). „Das ging jetzt echt super schnell, aber ich hatte es Bürgermeister Sternberg versprochen“, erklärt Streiter.

Zur feierlichen Enthüllung kam auch Elisabeth Stolzenburg mit Schülern aus ihrer Plattdeutschgruppe, um etwas über das Leben von Guste Trahn vorzutragen. Das Grabower Original wurde 1885 in Kolbow geboren und entdeckte nach dem 2. Weltkrieg eine Marktlücke, als sie Pferdeäpfel auffegte und diese an private Gärtner verkaufte. Richtung Ludwigslust zeigt die Dame deshalb, weil sie dorthin immer zu Fuß in die Lindenkonditorei gegangen ist.

Bernd Streiter sitzt schon an den Skizzen für die nächste Figur, die in Grabow aufgestellt werden soll. „Mir ist es wichtig, die Hintergründe der Menschen oder Gebäude zu kennen und mich auf Details zu konzentrieren“, erklärt der Künstler.