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Neustadt-Glewe Ein „Blaues Wunder“ erlebt

Von HARE | 28.02.2014, 19:00 Uhr

Fotoclub Neustadt-Glewe zeigt beste Fotos des Jahres / Vernissagebesucher verfolgten Bildvortrag über Dütschower Brücke

Auch wenn die neue Dütschower Brücke in der Lewitz nun schon fast zweieinhalb Jahre bestens ihren Dienst tut, war es Donnerstagabend dennoch spannend, in einem Bildvortrag ihren damaligen Transport auf dem Wasserweg von Grabow in die Lewitz noch einmal zu erleben. Zu verdanken waren diese interessanten Einblicke und Hintergrundinformationen über den Neubau und die Montage des „Blauen Wunders“ dem Diplomingenieur Manfred Röhl und dem Hobbyfotografen Alfred Freiler. Ersterer war bis Dezember vorigen Jahres noch bei der Stadt beschäftigt und als Objektverantwortlicher für den Brückenneubau verantwortlich.

Alfred Freiler indes hatte seinerzeit zwei Tage lang mit der Kamera diese technische Meisterleistung der Schweriner Planer und Metallbauer von der SMU Grabow in Bildern festgehalten. Am Donnerstag stand der Hobbyfotograf Freiler aber nicht allein wegen seiner beeindruckenden Fotos vom schwimmenden „Blauen Wunder“ im Mittelpunkt des Abends. Blumen bekam er von Neustadts Bürgermeister Arne Kröger insbesondere dafür, dass er im Fotoclub Neustadt-Glewe, der seit Jahresbeginn ein eingetragener Verein ist, jetzt den Vorsitz innehat. Und in dieser Eigenschaft machte der in Pinnow bei Schwerin beheimatete Freiler die Vernissagebesucher auch mit seinen Fotofreunden bekannt, die bis in den Mai hinein in der Neustädter Bürgerbegegnungsstätte in der Amtsfreiheit 2 nun schon zum 14. Mal ihre besten Fotos des Jahres ausstellen. Er bedankte sich in deren Namen auch bei der Stadt, die ihnen dort ihre regelmäßigen Treffs jeden dritten Donnerstag im Monat um 19 Uhr ermöglicht und deren Mitarbeiter wie Britta Kley ihnen bei ihren Ausstellungen stets helfend zur Seite stehen. Die Schar der Club-Mitglieder, die im Gründungsjahr 2000 aus sechs Neustädtern bestand, hat sich inzwischen mehr als verdoppelt. Und viele der zum Fotoclub gehörenden Freunde kommen jetzt von auswärts, um mit Gleichgesinnten ihre Hobby-Erfahrungen auszutauschen und gemeinsame Fotoprojekte in Angriff zu nehmen.

Zum Beispiel Angelika Dumann. Sie ist Ludwigslusterin und arbeitet bei Dockweiler in Neustadt. Angelika Dumanns Bilder trifft man nicht so oft auf Ausstellungen wie beispielsweise die von den Neustädtern Günther Schulz und Thorsten Wiechmann oder vom Rastower Bernd Güssmer. Dafür erregen ihre Fotografien, die in HDR-Technik entstehen (HDR heißt High Dynamic Range und steht für ein maximales Kontrastverhältnis in Bildern), auch zur Jahresvernissage wieder eine besondere Aufmerksamkeit unter den Besuchern. Zum Neustädter Verein gehört auch der Schweriner Peter Kuhn, „unser tierischer Porträtfotograf“, wie Alfred Freiler ihn vorstellte. Er ist im Schweriner Zoo fast zu Hause und viele seiner veröffentlichten Tierfotografien zeigen, dass er unendliche Geduld braucht, wenn er dort zur Fotopirsch unterwegs ist. Während man im Verein Sören Eberhardt-Biermann als den Allrounder schätzt, dessen Leidenschaft für die Porträtfotografie aber unverkennbar sei, bewundere man den Ludwigsluster Joachim Jancke dafür, dass er noch mit analoger Kamera arbeitet und allen beweise, was für tolle Fotos mit dieser altbewährten Fototechnik entstehen können.

Die Ausstellung kann montags bis donnerstags von 13 bis 17 Uhr und nach telefonischer Absprache unter 038757 23784 auch zu anderen Zeiten besucht werden. Auch zu den Treffs des Fotoclubs sind Interessierte willkommen.