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Balow Balow: Schlaglochpiste bald passé

Von mick | 07.12.2016, 21:00 Uhr

Info-Veranstaltung im KUK: Ausbau der maroden Dorfstraße soll laut Straßenbauamt Schwerin ab Frühjahr 2017 beginnen

„Heute Abend geht es um ein wichtiges Thema, das die Balower schon seit 100 Jahren beschäftigt, es geht um die Dorfstraße“, eröffnete schmunzelnd Balows Bürgermeisterin Kriemhild Kant am Dienstagabend die Einwohnerversammlung im Kultur- und Kommunikationszentrum (KUK). „Und es gibt gute Nachrichten“, gab die Bürgermeisterin gleich das Wort an die beiden Gäste weiter, die zu dem Vorhaben Ausbau Landesstraße und zum Baustellenkonzept detailliert Auskunft gaben. „Wir wollen die Dorfstraße im Frühjahr 2017 in Angriff nehmen“, so Torsten Lange vom Straßenbauamt Schwerin vor den rund 40 Einwohnern, die zu dieser Veranstaltung gekommen waren. Es gebe zwar noch einiges zu erledigen, so in Sachen Grunderwerb und mit dem Zweckverband, aber im nächsten Frühjahr werde mit der Ausschreibung begonnen, um dann ab Mitte des Jahres die Baumaßnahme umzusetzen.

Die Baumaßnahme erstreckt sich über eine Länge von rund zwei Kilometer, sagte der verantwortliche Planer Ulf Leirich aus Schwerin. „Das Vorhaben wollen wir in einem Jahr Bauzeit umsetzen“, steckt der Architekt den anspruchsvollen Zeitrahmen ab. Es wird eine sechs Meter breite Asphaltfahrbahn von Anfang bis Bauende durchgeführt. Seitlich kommt ein Gehweg, bei Feld und Flur hat er eine Breite von 1,30 Meter, im bebauten Bereich wird dieser 1,50 Meter breit sein. Der Gehweg endet beim Eichenweg. Zwischen Eichenweg und Werler Weg werde kein Gehweg hergestellt, ab Werler Weg geht es dann weiter. Das Bauende der gesamten Maßnahme wird etwa 50 Meter vor der Einmündung An der Hexenkuhle sein. Es werde zudem verschiedene Bauweisen ausgeführt. „Im Ort selbst, wo sie wohnen, wird tiefer gebaut, die Straße wird 60 Zentimeter ausgekoffert“, so Ulf Leirich.

Die Wemag sorgt im Zuge der Baumaßnahme für ein neues E-Netz, die Gemeinde lässt auch die Straßenbeleuchtung erneuern. Auch werden Regenwasserreinigungsanlagen hergestellt. „Das Projekt wird in sechs Bauabschnitten ausgeführt, in der Ortsmitte fangen wir an“, so Ulf Leirich, der neben der Baustellenkonzeption auch die veränderte Verkehrsführung im Zuge der Bauphase erläuterte. Eine überörtliche Umleitung über Zierzow-Möllenbeck werde ausgeschildert. Das Straßenbauamt habe sich entschlossen, eine provisorische Baustraße zu errichten, die fünf Meter breit ist und den Anliegern ermöglicht, zu ihren Grundstücken zu kommen. „Wir haben es geschafft, für die Baumaßnahme eine naturrechtliche Erlaubnis für das Fällen von 70 Bäumen zu bekommen“, so Torsten Lange. Wenn die einmonatige Widerspruchsfrist abgelaufen sei, werden dann im Januar/Februar 2017 die Bäume gefällt und liegen gelassen, denn sie sind Eigentum der Gemeinde. „Das Dorfbild wird sich verändern, aber wir pflanzen als Ausgleichsmaßmaßnahme eine neue Allee.“