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ludwigslust Alles Gute für Ella Nagel zum 100.

Von mick | 15.12.2016, 21:00 Uhr

Blumen, Präsente und beste Wünsche auch von Bürgermeister Reinhard Mach und dem stellvertretenden Landrat Wolfgang Schmülling

Kerzen sind angezündet, ein kleiner Tisch im langen Flur des Ludwig-Danneel-Hauses des Stifts Bethlehem in der Kaplunger Straße 1 in Ludwigslust ist mit Blumen geschmückt. Und das alles für Ella Nagel. Die Seniorin feierte am 15. Dezember ein ganz besonderes Wiegenfest: Ihren 100. Geburtstag. Bewohner des Alten- und Pflegeheimes, Schwestern, Betreuer und Gäste hatten sich eingefunden, um der Jubilarin Präsente und beste Wünsche für das neue Lebensjahr zu überbringen. Zur Schar der Gratulanten gehörten auch der Ludwigsluster Bürgermeister Reinhard Mach und Wolfgang Schmülling, der 1. Stellvertreter des Landrates. „Ja, der ist sehr schön“, freute sich die Jubilarin über den wunderbaren Blumenstrauß, den ihr der Bürgermeister überreichte. Im Auftrage des Ministerpräsidenten unseres Landes Mecklenburg-Vorpommern, Erwin Sellering, überreichte Wolfgang Schmülling neben Blumen eine Glückwunschkarte und einen Umschlag mit einem Geldpräsent - eine Aufmerksamkeit, die allen Hundertjährigen in Mecklenburg-Vorpommern zuteil wird.

Nach den Glückwünschen wurden Liederbücher verteilt. „Die Jubilarin hatte sich ,Ännchen von Tharau’ gewünscht“, erzählte Pflegedienstleiterin Andrea Bengsch. Dann stimmten alle mit ein - auch der Bürgermeister und der Stellvertreter des Landrates. Alle ließen Ella Nagel hochleben, sie musste viele Hände schütteln. „Ich wünsche Ihnen allen, dass Sie hundert Jahre alt werden“, bedankt sich die Jubilarin sehr gerührt.

„Wo stammen Sie denn her“, wollte Reinhard Mach bei der kleinen Kaffeetafel von der Jubilarin wissen. „Aus Pommern, aus der Nähe von Stettin. 1945 sind wir geflohen. Vom heutigen Stettin habe ich leider nichts mehr gesehen, ich weiß nicht, wie es da jetzt aussieht. Mit meinen Eltern bin ich damals nach dem Krieg in Ludwigslust gelandet“, erzählte Ella Nagel, die zwar etwas schwerer hört, aber ansonsten für ihr hohes Alter noch gut drauf ist. „Hier in Ludwigslust hat sie lange im Fleischwarenbetrieb gearbeitet, später dann war Ella Nagel im Kirchensteueramt tätig“, fügt Dorothea Schüning hinzu. Sie ist die Betreuerin der Jubilarin und kümmert sich, seitdem Ella Nagel in das Ludwig-Danneel-Haus gezogen ist, um die rüstige Seniorin. „Meine Mutter war die Freundin von Ella Nagel, die damals im Ludwigsluster Amselweg gewohnt hat. Als meine Mutter verstarb, habe ich mich dann ,Tante Ella’, wie ich sie nenne, angenommen. Und da sie keine Angehörigen und keine Kinder hat, kümmere mich um sie.“ Dorothea Schüning besucht einmal in der Woche Ella Nagel im Ludwig-Danneel-Haus, in dem sie seit Dezember 2009 rundum gut betreut wird. „Eigentlich wollte Ella Nagel heute zu ihrem Geburtstag gar nichts machen, aber wir haben sie dann doch überredet“, schmunzelte die Betreuerin. „Heute Nachmittag werden wir noch in geselliger Runde Kaffee trinken und den Tag gemütlich ausklingen lassen.“