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Kolbow 2500 Schweine verenden bei Brand einer Mastanlage

Von Winfried Wagner | 22.07.2019, 07:46 Uhr

Das Feuer war am Morgen in den abseits vom Dorf gelegenen Stallungen ausgebrochen.

Beim Brand in einer Schweinemastanlage am Montag bei Kolbow (Landkreis Ludwigslust-Parchim) ist fast die Hälfte der dort untergebrachten 6000 Tiere verendet. Das Unternehmen gehe vom Tod von etwa 2500 Schweinen aus, sagte Landrat Stefan Sternberg (SPD), der den Brandort am Mittag besuchte. Drei der fünf Ställe seien in Mitleidenschaft gezogen worden. Betreiber der Anlage ist das Agrarunternehmen Hopman Schweinemast GmbH, das mehrere Ställe in der Region unterhält, am Montag aber nicht für eine Stellungnahme erreichbar war.

Das Feuer war am Morgen in den abseits vom Dorf gelegenen Stallungen ausgebrochen. Rund 80 Einsatzkräfte von neun Feuerwehren umliegender Ortschaften waren an der Brandbekämpfung beteiligt. Die Flammen seien gegen Mittag unter Kontrolle gebracht worden, sagte Sternberg.

Einer der Feuerwehrleute erlitt eine Rauchvergiftung

Für eine rund 200 Meter vom Brandort entfernte Biogasanlage habe keine Gefahr für ein Übergreifen des Feuers bestanden. Einer der Feuerwehrleute erlitt nach Polizeiangaben bei dem Löscheinsatz eine Rauchvergiftung und wurde ins Krankenhaus gebracht.

Zur Höhe des Gesamtschadens und zur möglichen Brandursache gab es noch keine Angaben. Die Kriminalpolizei hat Ermittlungen aufgenommen.

Im Zuge der Löscharbeiten wurde die Landesstraße 081 zeitweilig voll gesperrt.

In den Ställen waren den Angaben zufolge Schweine vom Ferkelalter bis hin zu schlachtreifen Tieren untergebracht. Mit Tiertransportern wurden die überlebenden Schweine in andere Ställe gebracht.