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Lokales

18. Dezember 2017 | 04:28 Uhr

Ludwigslust erneut vor Stichwahlen

vom

svz.de von
erstellt am 30.Mai.2010 | 10:15 Uhr

Ludwigslust | Ludwigslust hat gewählt - und wie nicht anders zu erwarten, schaffte keiner der sieben Kandidaten die absolute Mehrheit. Damit ist klar, dass es am 13. Juni Stichwahlen geben muss. Der Wahlausgang, den viele live im Rathaus mitverfolgten, war jedoch überraschend: Schon nach knapp der Hälfte der ausgezählten Wahllokale - Stimmenzahlen und Prozente wurden auf Leinwand übertragen - setzte sich Thorsten Semrau (Einzelbewerber) an die Spitze. Er behauptete sie und lag am Ende mit 29,02 Prozent (1654 Stimmen) in Front. Knapp hinter ihm auf Platz zwei kam mit 1545 Stimmen und 27,11 Prozent Einzelbewerber Reinhard Mach ein. Jacqueline Bernhardt, Kandidatin der Linken, erreichte 939 Stimmen und damit 16,47 Prozent. Auf Rang vier und damit überraschend abgeschlagen lag Christian Geier. Den CDU-Mann, den wohl viele um einiges weiter vorn gesehen hatten und der sich selbst größere Chancen und den Einzug in die Stichwahl ausgerechnet hatte, wählten lediglich 782 Kreisstädter und damit 13,72 Prozent aller stimmberechtigten Wähler. Fünftbestes Ergebnis erreichte Heiko Böhringer (Einzelbewerber). Auf ihn entfielen 503 Stimmen, was ihm in der Prozentrechnung eine 8,82 sicherte. Ebenfalls ohne Einfluss auf den Wahlausgang blieben die Einzelbewerber Torsten Sobanski (168 Stimmen/2,95 Prozent) sowie Maik Schwarzenberg (109 Stimmen/1,91 Prozent).

Thorsten Semrau, der erst nach der Auszählung im Rathaus eintraf, zeigte sich äußerst zufrieden. "Ich danke allen Wählern, die mir ihr Vertrauen geschenkt haben", sagte er. Es sei eine demokratische Wahl gewesen, bei der er gehofft hatte, es bis in die Stichwahl zu schaffen. Mit Blick auf jene bat er die Wähler, erneut an die Urnen zu treten.

Das Finale sei sein Ziel gewesen, erklärte Reinhard Mach nach seinem guten Abschneiden und sieht sich für den 13. Juni nicht chancenlos. Er sei lange davon ausgegangen, dass er gegen Christian Geier antreten würde, sieht in dessen Abschneiden jedoch eine Quittung: "Ich habe mit vielen Bürger gesprochen, und viele von ihnen sagten, dass sie den amerikanischen Wahlkampfstil des CDU-Kandidaten sehr befremdlich empfanden."

Die Wahlbeteiligung lag gestern übrigens bei 55,13 Prozent.

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