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Lokales

24. November 2017 | 08:45 Uhr

Loch ins Eis gehauen und gebadet

vom

svz.de von
erstellt am 02.Jan.2011 | 07:30 Uhr

Kirch Rosin/Güstrow | Thomas Oehring steht dick angezogen auf dem Eis des Kirch-Rosiner Sees. Er legt eine Plane auf das Eis und beginnt sich auszuziehen. Thomas Buske steht daneben und schwingt die Axt. Er haut ein Loch ins Eis, damit beide - baden gehen können: Eisbaden. Es ist Silvestervormittag. An diesem Tag zeigt nach vielen Tagen und Nächten mit Minusgraden das Thermometer zwar zwei Grad plus, aber, was Oehring und Buske hier vorhaben, ist immer noch selten - wird es vermutlich auch bleiben -, und deshalb spektakulär. Andere sagen: "Die sind ja verrückt."

Thomas Oehring lächelt dazu nur. Er frönt seit 1975 dieser nach seiner Auffassung gesunden Freizeitbeschäftigung. Er ist seitdem nicht mehr erkältet, außer wenn ein Virus grassiert. Den Grundstein für das Eisbaden lieferte die GST (Gesellschaft für Sport und Technik). Oehring machte beim Tauchsport mit und dazu gehörte das Eistauchen. Thomas Oehring erinnert sich: "Ich war damals 1,85 groß und wog 60 Kilo. Die Kälteschutzanzüge, die wir hatten, waren mir alle viel zu groß, so dass das Eistauchen fast wie Eisbaden war."

Zusammen mit Arno Totzek, Monika und Andreas Kuntosch und Thomas Buske - das sind die Güstrower Eisbader - trifft sich Thomas Oehring jeden Sonntag um 11 Uhr am Kirch-Rosiner See, um sich zu "erfrischen". Wer Interesse hat, ist gern gesehen. Natürlich müsse man sich ans Eisbaden gewöhnen, am besten langsam, so Oehring. Er und Thomas Buske empfehlen, nach dem Sommer immer weiter baden zu gehen, bis in den Winter. Das funktioniere, wenn man es will, bekräftigen beide.

Der Kick ist neben dem Gesundheitstraining und dem Abhärten des Körpers, dass das Danach ein sehr schönes Gefühl ist. Thomas Oehring nach seinem Silvesterbad: "Die Haut prickelt, wird etwas rot, aber danach wird einem wohlig warm." Allerdings gibt der 51-Jährige auch zu, dass es unangenehm wird, wenn man bei starkem Wind "kalt gefönt wird". Silvester war aber alles gut.

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