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Lokales

21. November 2017 | 06:59 Uhr

Liwu droht der Auszug

vom

svz.de von
erstellt am 29.Nov.2011 | 11:40 Uhr

Das Lichtspieltheater Wundervoll (Liwu) muss bis Ende April 2012 aus dem Hansa Filmpalast ausziehen. Das hat die Cinestar-Geschäftsführung Liwu-Chefin Anne Kellner bei Gesprächen in Lübeck mitgeteilt. "Dort hieß es, dass sie keinen Wert auf eine Verlängerung des Mietvertrags legt", sagt Kellner.

Die schriftliche Kündigung steht aber noch aus. Das Unternehmen selbst teilt mit, "dass die diesbezüglichen Verhandlungen noch im Gange sind und daher noch keine finale Entscheidung vorliegt". Diese werde Anfang kommenden Jahres erwartet.

Kellners Aussage zufolge hatte Cinestar-Geschäftsführer Oliver Fock im Gespräch mit ihr aber deutlichere Worte gefunden: "Haben Sie schon etwas Neues? Wäre ja schade, wenn Sie nicht mehr existieren." Außerdem sei ihr die Entscheidung bereits für den 6. Dezember in Aussicht gestellt worden, direkt im Anschluss an ein Gespräch zwischen Cinestar-Geschäftsführung und dem Unternehmenseigner, dem Entertainmentkonzern AHL aus Australien.

"Jeder weiß, dass man mit einer größeren Einrichtung nicht von heute auf morgen umziehen kann", sagt Kellner. Die Begründung, die Cinestar ihr gegenüber gegeben hat: Man sehe sich gezwungen, sich gegen die Konkurrenz aufzustellen - das Liwu will 2013 in die Frieda 23 einziehen. Dort sollen ab nächstem Jahr ein kleiner Saal mit etwa 50 und ein großer Saal mit rund 130 Plätzen gebaut werden. "Die Finanzierung ist seit ein paar Wochen in Sack und Tüten, sodass wir endlich in die Puschen kommen können", sagt Kellner. Aus Sicht von Cinestar aber gebe es in Rostock ohnehin schon zu viele Kinosäle.

Das Konkurrenz-Argument ist für die Liwu-Chefin völliger Unsinn: "Das ist Quatsch, unser Programm unterscheidet sich schon sehr." Das Kino habe sich vor allem auf Filme abseits des Mainstreams spezialisiert, die in den großen Kinos kaum gezeigt werden.

Sie sucht nun nach geeigneten Räumen für eine Übergangslösung bis zum Neustart in der Frieda 23. "Ein Kino, das schließt, würde nach zwei Jahren wieder bei null anfangen", sagt Kellner. Die Suche allerdings gestaltet sich schwierig, da einige Bedingungen erfüllt sein müssen. "Wir benötigen eine gewisse Raumhöhe für die Leinwand", so Kellner. Darüber hinaus müsse der Saal groß genug für Zuschauer sein und Toiletten dürften auch nicht fehlen.

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