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Lokales

19. November 2017 | 08:05 Uhr

Schwerin : Liefer-Engpass bei Brückenbau

vom

Wegen Engpässen bei einigen Zulieferfirmen büßt der Bau der Straßenbahnbrücke über die Crivitzer Chaussee in Schwerin seinen Zeitvorsprung ein. Das teilt die Nahverkehr Schwerin GmbH mit.

svz.de von
erstellt am 27.Mär.2011 | 06:07 Uhr

Großer Dreesch | Autofahrer müssen sich voraussichtlich noch bis Ende September mit Tempo 30 durch das Nadelöhr auf der Crivitzer Chaussee fädeln. Der Bau der Straßenbahnbrücke hätte nach Angaben von Norbert Klatt, Geschäftsführer der Nahverkehr Schwerin GmbH, auch früher fertig werden können. Allerdings hatten die Zulieferfirmen mit Lieferschwierigkeiten zu kämpfen, so dass der Bau jetzt wieder im Zeitplan liegt.

Am 13. April soll eine Betonwanne die Brückenpfeiler auf beiden Straßenseiten miteinander verbinden - das war zuvor Ende März geplant. "Damit geht zwar unser Zeitvorsprung verloren, aber wir wollen keine Mängel einbauen", sagt Klatt. Immerhin rollen Straßenbahnen montags bis freitags täglich knapp 480 Mal über die Brücke. "Die soll die kommenden 100 Jahre halten", sagt der Geschäftsführer weiter. Dafür verwendet die Baufirma Stahlbeton. Laut Klatt sind Brücken dieser Bauweise weniger schadanfällig und Mängel können mit wenig Aufwand und schnell festgestellt werden. Das war bei der Vorgänger-Brücke anders. Diese war aus Spannbeton. Im Bauwerk bildeten sich Risse, durch die das Wasser eindrang und die Brücke dauerhaft beschädigte. Das Ausmaß der Schäden war allerdings nur an der Rissbreite an den Außenwänden der Brücke festzustellen. "Das ist ein aufwändiges Prüfverfahren, weil wir nie wissen, was im Inneren der Brücke wirklich passiert", erklärt Klatt. Eine neue Brücke musste her.

Zurzeit rollen die Straßenbahnen anstelle über eine zweigleisige Stahlbetonbrücke noch über eine eingleisige Behelfsbrücke. Die soll nach Angaben von Klatt bis Ende des Jahres verschwunden sein.

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