Liebherr baut Kran für Einsatz auf See

Der Schwerlast-Offshorekran soll ab 2012 auf dem Spezialschiff 'Innovation' eingesetzt werden.Liebherr
Der Schwerlast-Offshorekran soll ab 2012 auf dem Spezialschiff "Innovation" eingesetzt werden.Liebherr

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17. Februar 2011, 06:44 Uhr

Rostock | Sein Ausleger wird 105 Meter lang, 1500 Tonnen soll er heben können - und das sogar bei Wellengang und steifer Brise. Der Rostocker Kranhersteller Liebherr MCCtec hat gestern mit dem Bau des "CAL 64 000" begonnen, eines weltweit einzigartigen Mega-Krans zur Montage und Wartung von Windkraftanlagen auf dem Meer.

Auftraggeber für den Schwerlast-Offshorekran ist die Firma Beluga Hochtief Offshore. Nach Angaben von Liebherr-Betriebsleiter Thomas Müller wird der Stahlkoloss ab 2012 auf dem Spezialhubschiff "Innovation" eingesetzt. Mit dem Bau des 1500-Tonnen-Offshorekrans hat Liebherr-MCCtec zugleich die Produktion in der neu errichteten Montagehalle am Standort Rostock aufgenommen. Der Spezialkran wird in Rostock nach dem so genannten CAL-Prinzip (Cran Around the Leg) gebaut.

160 Arbeitsplätze sollen entstehen

Er soll später auf dem Spezialhubschiff so montiert, dass er sich um eines der vier Hubbeine der "Innovation" um 360 Grad drehen kann. Liebherr in Rostock konstruiert damit nach eigenen Angaben weltweit den ersten Offshorekran in dieser Kombination.

Mit dem Liebherr-Kran auf der "Innovation" will Beluga Hochtief künftig in der Lage sein, pro Jahr mehr als 80 Windkraftanlagen auf offener See mit einer Höhe von bis zu 120 Metern über dem Wasserspiegel zu installieren. Montage- und Wartungszeiten sollen verkürzt, die Produktivität insgesamt erhöht werden. Das neuartige Schiff "Innovation" wird zurzeit auf der Christ-Werft im polnischen Gdynia gebaut. Da der Rostocker Mega-Kran zu groß ist, um ihn in einem Stück an die Christ-Werft liefern zu können, wird er in Einzelteilen die Reise nach Polen antreten. Sie sollen jeweils 600 Tonnen wiegen.

Die neue Liebherr-Produktionshalle im Überseehafen ist 492 Meter lang und 80 Meter breit. Bei weiter steigender Nachfrage ist ein Ausbau auf 750 Meter möglich. 160 Arbeitsplätze will der Kranhersteller 2010 hier schaffen.

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