Liebeslied für Severin

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Ein Leben ohne Musik - das ist für Doreen Kaleita eigentlich unvorstellbar. Die 24-jährige Brünette aus Severin machte ihr Hobby zu einem Teil ihres Lebens und will nun mit einem eigenen Album durchstarten.

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24. Februar 2009, 11:19 Uhr

Rostock/Parchim | Es klingt ein bisschen wie die Musik von Roxette. "The little things of life" heißt das rock-poppige Debütalbum der Band "Calaita" und ist seit Januar mit der Single-Auskopplung "Still in Heaven" im Handel erhältlich. "Calaita" - dahinter verbirgt sich eine junge Frau namens Doreen Kaleita, deren Nachname auch Pate für den Bandnamen stand.
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Vorband für Maffay und Lindenberg Zusammen mit ihrem Gitarristen Fred Zahl hat die 24-Jährige bereits einige Erfahrungen in der Musikbranche sammeln dürfen. "Im Jahr 2004 sind wir als Vorband von Udo Lindenberg, Peter Maffay und Yvonne Catterfeld aufgetreten. Auf der Bühne stehen ist einfach ein super Gefühl. Mein Kopf ist dann ganz leer, ich bin kaum aufgeregt und sobald ich beginne zu singen, bin ich in einem anderen Element", beschreibt die in Severin bei Parchim aufgewachsene junge Frau.

Kennengelernt hatte Doreen ihren Bandkollegen im November 2003 eher zufällig durch einen Blumenhändler. "Der hatte mich in der Zeitung gesehen, und weil er Fred schon kannte und dachte, wir würden gut miteinander harmonieren, rief er mich an und vermittelte mich weiter", erzählt sie.

Ende März gehts auf Europatournee
Seitdem sind sie unzertrennlich. Zu ihrer Band gehören in öfter wechselnder Besetzung noch ein Bassist, ein Keyborder und ein Schlagzeuger. Letzteren leihen "Calaita" sich hin und wieder auch von Udo Lindenberg aus. So trommelte Bertram Engel auch das Album mit ein.

Ende März will Doreen mit ihrer Band auf Europatournee. Die Songs, die sie dann spielen, sind alle selbst geschrieben und auf englisch. "Fred ist immer sehr kreativ. Er klimpert ein bisschen auf seiner Gitarre rum und ich singe irgendeinen Unsinn dazu und so entstehen dann unsere Lieder Stück für Stück", verrät die Severinerin, die mittlerweile in Rostock lebt.

Inspirieren lässt sich Doreen dabei von ihrem Erlebten. Viele Songs handeln natürlich von Gefühlen und Liebe. Auf ihrer neuen EP, an der sie aktuell arbeiten, erscheint aber auch ein Lied, in dem sie über Severin singt. "Ich beschreibe darin die warme Atmosphäre dieses Ortes und dass ich mich immer wieder auf zu Hause freue", so Kaleita, die noch so oft wie möglich zu ihren Eltern fährt.

Mit 14 Jahren klassischer Gesangsunterricht
Die waren immerhin ganz entscheidend an ihrer Musikkarriere beteiligt. Ihr Vater war immer sehr musikalisch und sie habe einfach mitgesungen, wenn er begann. Mit 14 Jahren besuchte Doreen dann eine Musikschule und nahm klassischen Gesangsunterricht. "Das würde ich heute fast als kleinen Nachteil bezeichnen, weil ich fast nur Kopfstimme singe. Lieber würde ich die Bauchstimme öfter und besser zum Einsatz bringen", bedauert Doreen, die privat ganz gerne Musik von Blondie und den Divinyls hört.

Von Casting-Shows hält die zurückhaltende Mecklenburgerin überhaupt nichts. Verheizt werde man da. Doreen schwärmt: "Ich mache Musik, weil es mir Spaß macht. Ich freue mich zwar, wenn sie ein breites Publikum anspricht, aber ich mache das nicht aus kommerziellen Gründen. Musik ist ein Stück Magie, ich kann damit meine Gefühle ausdrücken."

Über Wasser halten kann sich das Nachwuchstalent mit den Einnahmen noch nicht. Daher jobbt sie nebenbei in Rostock, gönnt sich aber auch immer wieder mal kreative Pausen, um an neuen Stücken zu arbeiten. An der Europäischen Wirtschafts- und Sprachenakademie in der Hansestadt hat sie zuvor eine Ausbildung für internationales Tourismusmanagement absolviert.

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