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Kreistagspräsidentin startet Initiative zum Schutz der Landschaft : Lewitz könnte Naturpark werden

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Alarmierende Meldungen, dass das Naturschutzgebiet Lewitz wegen umfangreicher Dammsanierungen noch in diesem Jahr zur Großbaustelle wird, haben Parchims Kreistagspräsidentin Gudrun Stein (CDU) auf den Plan gerufen.

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erstellt am 27.Jul.2011 | 06:08 Uhr

Parchim | Alarmierende Meldungen, dass das Naturschutzgebiet Lewitz wegen umfangreicher Dammsanierungen noch in diesem Jahr zur Großbaustelle wird (wir berichteten), haben Parchims Kreistagspräsidentin und Landratskandidatin Gudrun Stein (CDU) auf den Plan gerufen - bisher übrigens als einzige Kommunalpolitikerin. Die Lübzerin schlägt vor, der Lewitz den Status eines Naturparks zu verleihen.

Gudrun Stein gestern gegenüber unserer Zeitung: "Unser Europäisches Vogelschutzgebiet Lewitz wird bald mit der gesamten Fläche in einem einzigen Landkreis liegen. Das sollte endlich eine seiner Bedeutung entsprechende Behandlung ermöglichen."

Die Lewitz sei das älteste Naturschutzgebiet in Deutschland und berge nicht nur schützenswerte Natur, sondern auch ein Potenzial zur sanften Tourismusentwicklung. Stein: "Ich werde mich dafür einsetzen, der Lewitz zum Status eines anerkannten Naturparkes zu verhelfen. Das Beispiel des Naturparkes Sternberger Seenlandschaft zeigt, dass offene und ehrliche Kommunikation gewährleisten kann, auch die unterschiedlichen Interessen von Naturschutz, Landwirtschaft, Tourismus und Wirtschaft unter einen Hut zu bekommen."

Die Kosten könne auch ein Großkreis nicht alleine stemmen. Die CDU-Politikerin will aber alles daransetzen, das notwendige Geld zu besorgen: "Ich hoffe, dass der Naturpark Lewitz eines der Projekte des neuen Landkreises wird, das gemeinsam, parteiübergreifend und ohne regionale Dünkel zu einem weiteren Leuchtturm unserer Region entwickelt werden kann."

Nach dem Bundesnaturschutzgesetz ist die touristische Entwicklung in Naturparks nicht ausgeschlossen. Sie würden sich gerade wegen ihrer landschaftlichen Voraussetzungen "für die Erholung besonders eignen", ein nachhaltiger Tourismus sei anzustreben. Umweltgerechte Landnutzung schließt eben auch Landwirtschaft nicht aus.

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