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Lokales

11. Dezember 2017 | 16:14 Uhr

Lenzen überzeugt auf ganzer Linie

vom

svz.de von
erstellt am 26.Mai.2010 | 08:07 Uhr

Lenzen | Experiment gelungen. Am letzten Tag der dreitägigen Reise nach Lenzen zieht Studiosus-Reiseleiterin Dunja Gaedecke ein überaus erfreuliches Fazit: "Ich werde empfehlen, diese Tour auch im nächsten Jahr anzubieten." Die Teilnehmerin Ute Winkler pflichtet ihr bei: "Es ist wie das Eintauchen in eine andere Welt, die Landschaft, diese Weite, das ist schon einmalig für Deutschland." Gestern reiste die Gruppe nach drei Tagen weiter in den Harz. Erstmals hatte der renommierte Veranstalter Studiosus aus München die Prignitz in sein Programm aufgenommen.

Eine Mischung aus Natur und Historie im ehemaligen Grenzgebiet wurde den 16, überwiegend älteren Reiseteilnehmern versprochen. Für Ute Winkler war das ausschlaggebend. Aufgewachsen in Frankfurt am Main lebt sie seit zwölf Jahren in Halle an der Saale. "Ich kenne den Osten, weiß wie schwierig hier die Situation ist. Auch deshalb hat mich diese Region interessiert."

Noch wichtiger sei ihr aber die Natur. Den Besuch im Deichrückverlegungsgebiet beschreibt sie als "atmosphärisch sehr schön". Das Thema sei für sie besonders interessant, da in Halle derzeit um den Ausbau der Saale gestritten werde. Ein Vorhaben, dass sie ablehnt. Das hiesige Projekt zeige, wie es anders und sinnvoller geschehen könne.

Den Dienstagnachmittag nutzte die 69-Jährige für einen kleinen Stadtbummel. Lenzen sei ein hübsches Städtchen, der Baustil gefalle ihr gut. "Allerdings wirkt die Stadt sehr menschenleer, aber auch das ist nicht untypisch für den Osten Deutschlands", findet sie. Nach der Rückkehr wolle Ute Winkler die Region und diese Reise Freunden und Bekannten empfehlen. Auch eine Radtour von Magdeburg entlang der Elbe könne sie sich vorstellen.

Für Dunja Gaedeke war diese Fahrt ebenfalls eine Premiere, aber "eine gelungene", wie sie betont. Sie lobt vor allem die "kompetenten Führungen" durch Mitarbeiter der Burg Lenzen und der hiesigen Naturwacht. "Ich genieße die Störche und Kraniche, den Seeadler zu sehen war ein echtes Highlihgt", sagt sie bereits vor der letzten Exkursion ins Rambower Moor, wo sie den seltenen Wachtelkönig oder die Rohrdommel entdecken wollten.

Das Konzept, diesen Naturraum mit Geschichten aus dem Grenzstreifen zu koppeln, sei aufgegangen. Die Teilnehmer seien überaus interessiert, einige schreiben sogar mit und manch ein Ausflug wurde spontan verlängert. Ihr Gesamteindruck sei positiv, so dass Dunja Gaedecke bei Studiosus für weitere Reisen nach Lenzen im kommenden Jahr plädieren möchte. In diesen offenen Abwägungsprozess fließen auch die Beurteilungen der Teilnehmer mit ein, die gebeten werden, einen ausführlichen Fragebogen mit Details zu den einzelnen Programmpunkten auszufüllen.

Ob eine zweite Reisegruppe wieder von Dunja Gaedecke betreut würde, ist offen. Die Reiseleiterin ist neben Deutschland ebenfalls für Island, Grönland und Südafrika zuständig. Gletscher, Vulkane, Eisberge und die Savannen Afrikas mit ihrer atemberaubenden Tierwelt - daneben mögen Weißstorch und Auenlandschaft langweilig erscheinen. Doch die studierte Diplom-Geoökologin aus Braunschweig schüttelt den Kopf. "Ich liebe die einheimische Natur, fahre häufig Rad, gehe wandern."

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