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Lokales

23. Oktober 2017 | 13:55 Uhr

Leninstraße weiter heiß umstritten

vom

svz.de von
erstellt am 16.Sep.2010 | 10:08 Uhr

Parchim | Nach dem Willen der Mehrheit der Stadtvertreter soll es in der Weststadt schon bald keine Johannes-Dieckmann, Otto-Grotewohl-, Otto-Nuschke und Leninstraße mehr geben. Am Mittwochabend wurde eine von den Fraktionen der Christ- und Sozialdemokraten gemeinsam eingebrachte Vorlage nach kontroverser Diskussion angenommen. Damit ist die erste Hürde für die Umbenennung der Straßen im jüngsten Stadtteil Parchims genommen.

Nachdem bereits seit Anfang der 90er Jahre mehrere Versuche gescheitert sind, sich von Straßennamen zu trennen, die Repräsentanten der DDR würdigen bzw. mit Lenin an den Führer der bolschewistischen Diktatur erinnern, war im Frühjahr eine Richtlinie zur Straßenumbenennung in der Stadtvertretung verabschiedet worden. Die Initiatoren des erneuten Vorstoßes haben in den zurückliegenden Wochen die aus ihrer Sicht überfällige Straßenumbenennungen in den Fachausschüssen verteidigt. Dabei stießen sich nicht nur auf Zustimmung. Nicht nur die Linken wollen kompromisslos an den bisherigen Straßennamen festhalten, sondern auch einzelne Christdemokraten und ein Abgeordneter der FDP sind strikt dagegen. Werner Brockmüller(FDP) drängt darauf, die Bürger einzubeziehen und die Folgekosten genau zu benennen. Eberhart Schulze (CDU-Fraktion) warnt davor, "die Geschichte zu verdrehen".

Ins gleiche Horn stößt die Linke, die massiven Widerstand ankündigt. Dafür fehlt der Wille der Bürger", meint die Fraktionsvorsitzende der Linken Elke Skiba.

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