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Lokales

19. September 2017 | 13:50 Uhr

Lehrer debattieren in der Schulzeit

vom

svz.de von
erstellt am 04.Mär.2011 | 07:30 Uhr

Prignitz | Stundenplanänderungen und Vertretungen müssen Prignitzer Schüler am kommenden Dienstag ab der vierten Stunde hinnehmen. Grund ist eine Personalversammlung in Neuruppin, zu der das Staatliche Schulamt in Perleberg und die Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft (GEW) aufrufen. Sie steht im Zusammenhang mit den Tarifgesprächen für den öffentlichen Dienst, die am Mittwoch in die zweite Runde gehen (wir berichteten).

Hinsichtlich des Unterrichts sind Schulen in Absprache mit den Trägern in der Pflicht, einen Notdienst zu organisieren, heißt es von der GEW. Themen auf der Personalversammlung sind ausgerechnet die häufigen Unterrichtsausfälle. "Jeder Lehrer soll die Möglichkeit bekommen, an dieser Versammlung teilzunehmen", begründet Heidemarie Schuhardt, die in einer Person stellvertretende Personalratsvorsitzende im Schulamt Perleberg und Kreisvorsitzende in der Gewerkschaft GEW Prignitz ist. Unterrichtsausfall müsse gegebenenfalls hingenommen werden, weil "Personalversammlungen zum Aufgabenbereich der Schulen gehören und nicht in der Freizeit der Lehrer stattfinden dürfen", so Schuhardt und beruft sich auf das Personalvertretungsgesetz.

Der Landkreis als Schulträger wisse nichts von dem geplanten Treffen, so Sprecherin Annette Löther.

Einzelne Prignitzer Schulen sagten übereinstimmend, dass es keinen Unterrichtsausfall geben werde. "Es fahren nicht alle Lehrer, der Unterricht wird so weit wie möglich abgesichert", erklärt Harald Glöde, Schulleiter vom Gymnasium Pritzwalk. Auch das Gymnasium Wittenberge reagiert gelassen: "Schüler der Sekundarstufe I werden ab der vierten Stunde betreut, Schüler der Klasse 11 bis 13 bekommen Selbstaufgaben", sagt Schuldirektor Andreas Giske. In der Rolandschule Perleberg ist man ebenfalls auf die Abwesenheit einiger Lehrer am Dienstag vorbereitet, heißt es dort. Anders in der Grund- und Oberschule Glöwen: Weil 18 von 23 Lehrern am Dienstag ausfallen, könne kein Vertretungsunterricht gewährleistet werden, sagte Schulleiter Werner Krüger. "Wir haben die Eltern langfristig informiert, so dass einige Schüler nach Hause fahren, andere werden hier betreut", erklärt er.

Die Schülerbeförderung verlaufe am Dienstag nach Plan, betont Manfred Prause von der Verkehrsgesellschaft Prignitz. "Wir setzen aber größere Busse auf der Strecke Wittenberge-Lenzen ein", so Prause.


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