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Lokales

23. Oktober 2017 | 18:58 Uhr

Leezenerin unterstützt Kind in Afrika

vom

svz.de von
erstellt am 08.Sep.2010 | 07:10 Uhr

Leezen | Noch kann Souana Nantekoua nicht schreiben, doch Yvette Leuschner aus Leezen hofft, dass sie bald einen selbst verfassten Brief von dem zehnjährigen Mädchen aus Benin erhält. "Souana geht zur Schule - das ist mir ganz wichtig", betont die Leezenerin. Seit gut einem Jahr unterstützt sie über die Hilfsorganisation Plan International die Familie in dem westafrikanischen Land.

Souana lebt in der Provinz Atakova. Dort befindet sich ein Projektgebiet, in dem Plan International Patenschaften für 1000 Kinder und deren Familien vermittelt hat. "Ich zahle 25 Euro im Monat", berichtet die Mitarbeiterin des Schweriner Innenministeriums. "Von diesem Geld fließt der allermeiste Teil in Projekte, die den Menschen in der Provinz helfen, ihr Leben zu meistern." Yvette Leuschner ist Patin der kleinen Souana, hilft aber mit ihrem Beitrag einer ganzen Region. Genau diese Kombination ist der Leezenerin wichtig, denn die Hilfe ist nachhaltig und trotzdem individuell.

Zu Plan International kam Yvette Leuschner bereits vor fünf Jahren. "Ich komme aus einer sehr sozial engagierten Familie, habe auch immer gespendet", erzählt die zweifache Mutter, deren Kinder bereits aus dem Haus sind. Das waren zumeist kleine Summen, mal für soziale Projekte, mal für den Tierschutz und die Natur, mal in Deutschland und mal im Ausland. Doch bei der riesigen Menge der Aufrufe fragte sich die engagierte Frau, ob ihre kleinen Spenden wirklich helfen und wie viel vom Geld am Ziel ankommen würde. "In einer Zeitschrift hatte ich einen Bericht über Plan gelesen und dass diese Organisation zielgerichtet das Lebensumfeld von Kindern stärkt", blickt die 51-Jährige zurück. "Diese Idee fand ich sofort gut." Doch ganz so schnell ließ sich die Leezenerin nicht überzeugen. Sie machte sich über Plan International kundig und kam dann zu dem Entschluss: Da mache ich mit. Ein wichtiges Kriterium für sie war dabei, dass externe Prüfer der Hilfsorganisation einen sehr geringen Verwaltungsaufwand und korrekten Umgang mit den Spenden bescheinigen.

Vier Jahre lang unterstützte die Mecklenburgerin Mama Tschuke in Ghana. "Auch die Familie dieses Mädchens lebte in einer Förderregion. Doch die Kleine konnte noch nicht die Schule besuchen", sagt Yvette Leuschner. So kam leider nie ein persönlicher Kontakt zwischen Patin und Patenkind zustande. Doch der Projektbetreuer schickte Briefe und Fotos nach Leezen. Vor gut einem Jahr zog die Familie von Mama Tschuke um und verließ so die Projektregion. Yvette Leuschner wollte aber unbedingt ihr Engagement fortführen. Und es sollte auch wieder ein Mädchen in Afrika sein, denn auf diesem Kontinent ist die Not besonders groß. Hinzu kommt, dass Kinder in Entwicklungsländern stark benachteiligt sind. Das trifft verstärkt auf Mädchen zu.

Die Arbeit von Plan International erfolgt aber nicht nur irgendwo weit weg in Afrika. Schon als die Leezenerin vor fünf Jahren Kontakt zur Hamburger Zentrale der Hilfsorganisation aufnahm, erfuhr sie, dass in Schwerin eine kleine Aktionsgruppe arbeitet. Die Gleichgesinnten hier pflegen Kontakt untereinander und organisieren zum Beispiel Kuchen- und Trödelbasare, um zusätzlich zu den Patenschaften Geld zu sammeln. "Diese Spenden fließen dann in weitere Projekte. Das kann der Bau einer Schule sein oder die Unterstützung einer medizinischen Einrichtung. Darüber entscheiden wir gemeinsam", erzählt die Patin. Ganz wichtig ist Yvette Leuschner der Zusammenhalt in dieser Gruppe: "Wir sind zu acht und verstehen uns prima." Die Gruppe ist offen für jeden und hofft sogar, dass sich neue Mitstreiter finden. Wer sich für die Arbeit interessiert, kann sich unter der Nummer 03866-393 direkt an Yvette Leuschner in Leezen wenden.

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