Leck geschlagen: "Vagel Grip" sinkt im Strom

<strong>Früherer Jugendkutter 'Vagel Grip'</strong>: Komplette Einrichtung in den Fluss gespült.<foto>nonstopnews</foto>
Früherer Jugendkutter "Vagel Grip": Komplette Einrichtung in den Fluss gespült.nonstopnews

svz.de von
25. Juli 2010, 05:40 Uhr

Warnemünde | In Warnemünde ist gestern Morgen gegen 9.30 Uhr das frühere Jugendschiff "Vagel Grip" gesunken. Vermutlich war das Schiff, das im Alten Strom vor Anker lag, Leck geschlagen. Wie genau es zu dem Unglück kam, ist allerdings noch unklar. Menschen wurden nicht verletzt, da sich niemand an Bord befand. Allerdings liefen Öl und Betriebsstoffe aus und bildeten einen schmierigen Film auf der Wasseroberfläche. Die Rostocker Berufsfeuerwehr rückte mit einem Großaufgebot ins Ostseeboot aus. Die Einsatzkräfte brachten Ölsperren aus und konnten so eine größere Umweltverschmutzung verhindern. Am Sonnabend hatten Windstärken zwischen vier und fünf geherrscht. Als das Schiff gestern sank, wurde das komplette Mobiliar herausgespült. Auf dem Strom schwammen Stühle, Tische und reichlich Ausrüstung. Die Mole wurde gesperrt, Fahrgastschiffe und Fischkutter konnten den Alten Strom zunächst nicht passieren. Die "Vagel Grip" lief 1943 als so genannter Kriegsfischkutter in Swinemünde vom Stapel. Nach dem Krieg war sie unter dem Namen "Gadus" als Fischereischiff vor Rügen im Einsatz, kam 1969 als Geschenk an das Haus der Pioniere nach Rostock. Hier wurde sie als Ausbildungsschiff für Kinder und Jugendliche genutzt. Nach der Wende gingen die Jugendfahrten weiter. Zuletzt konnten Gäste nach einer Werftzeit 2006 auf der "Vagel Grip" in Warnemünde zum Übernachten einchecken.

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