Laute Beats und gute Laune

'Frank and Me' sorgen schon am frühen Abend für Stimmung. Petra Ferch (4)
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"Frank and Me" sorgen schon am frühen Abend für Stimmung. Petra Ferch (4)

Sommerwetter, tolle Bands, tolle Stimmung. Kuhbier wurde für ein Wochenende wieder zum Zentrum der Punk-Rocker und anderer Fans der lauten Beats und Bässe. Und sie kamen längst nicht nur alle aus der Prignitz.

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18. August 2009, 09:00 Uhr

Kuhbier | Die Zufahrt zu den Kuhwiesen weit hinter dem Dorf ist staubig. Doch an diesem Sonnabend machen sich viele auf den Weg. Ob mit Auto oder Fahrrad, ob mit Zelt oder nur für ein paar Stunden. Das Kuhstock-Festival ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Zugpferd.

"Ich komme seit 2006 hier her", erzählt Paule aus Hannover. Zum ersten Mal in diesem Jahr mitgebracht hat er Felix. "Ich bereue den weiten Weg nicht, denn Musik ist das geilste der Welt, ohne Punk steht mein Herz still", bekundet er. Derweil bewegen sich andere Fans vor der Bühne schon im Takt der lauten Beats, spielt gerade "Dreck am Stecken" aus Hamburg.

Karsten Lehmann freut sich, er gehört gemeinsam mit Marcel Kluge, Manuel Sauer und Nico Beer zu den Organisatoren des Kuhstock-Festivals, das in diesem Jahr schon seine 6. Auflage erlebte. Den Besucherzuspruch - am Ende sind es rund 500 - können die jungen Männer gut gebrauchen, denn auch trotz treuer Sponsoren muss sich das Wochenende wesentlich über den Eintritt rechnen. Und acht Bands sind schließlich kein Pappenstil.

Aber es gibt auch viel Unterstützung. Rund 20 freiwillige Helfer sind mit im Einsatz, damit am Sonnabend und auch am Sonntag beim Frühschoppen mit Musik alles klappt. Zu denen, die sich seit Jahren engagieren, gehört Jens Burmeister. Der frühere Sadenbecker, der heute in Neustrelitz lebt, sorgt für den reibungslosen technischen Ablauf. Und das war in diesem Jahr gar nicht so leicht. "Denn das Stromaggregat aus Wittstock funktionierte nicht. Da haben wir noch Freitagnacht ein neues aus Perleberg geholt. Doch das ist nur angesprungen wie eine Dampflok, und dann war Schluss, also mussten wir noch mal los", erzählt er. Aber eigentlich, so betont er dann gleich, "machen Martin, Willi und Keule die Arbeit". Die drei jungen Männer sind nämlich mit dem Auf- und Abbau auf der Bühne beschäftigt und so manchem Handgriff mehr.

Die Fans bekommen davon kaum etwas mit. Sie genießen die tolle Musik und ganz eigene Festivalatmosphäre.

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