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Lokales

19. August 2017 | 00:16 Uhr

Landwirte rechnen mit schlechter Rapsernte

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Veelböken | Landwirte in MV müssen in diesem Jahr mit einer der schlechtesten Rapsernten der vergangenen zehn Jahren rechnen. "Die Ertragserwartung liegt in normalen Jahren zwischen 40 und 45 Dezitonnen je Hektar. Dieses Mal tendiert der Ertrag Richtung 30 Dezitonnen", sagt Klaus-Dieter Meißner von der Agrarhof eG Veelböken.

Ein Grund dafür sei ein sehr früher Vegetationsschluss im November 2010 gewesen. "Das Fatale in diesem Jahr war, dass wir Ende Februar die letzten nennenswerten Niederschläge hatten. Hinzu kamen im März so genannte Spätfröste, die eine extreme Pflanzenausdünnung nach sich zogen", sagte Meißner im Vorfeld des 35. Rapstages MV.

Diese Tradition-Veranstaltung findet am Mittwoch, 8. Juni in Veelböken statt. Dazu werden rund 200 Landwirte, Händler, Züchter und Vertreter von Pflanzenschutzfirmen aus MV und Schleswig-Holstein in Veelböken erwartet. Neben zahlreichen Fachvorträgen zur Rapsproduktion, Saatverfahren und Pflanzenschutzempfehlungen wird es bei der 35. Auflage des Rapstages eine Premiere geben. So soll während einer Feldführung eine Drohne zum Einsatz kommen. "Es gibt inzwischen die technische Entwicklung, bei der eine Drohne über ein Feld fliegt und die Flächen fotografiert.

Neue digitale Feldkarten

Anhand dieser Luftbilder kann man dann sehen, welche Bereiche gut oder weniger gut mit Dünger versorgt sind", so Meißner. Anschließend werden Feldkarten angefertigt, die per Chipkarte in den Bordcomputer landwirtschaftlicher Maschinen eingelesen werden können und eine optimale Düngung gewährleisten sollen.

Veranstalter des 35. Rapstages sind neben der Agrarhof Veelböken eG, die Landesforschungsanstalt für Landwirtschaft und Fischerei MV sowie das Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei. Die Ursprünge des Rapstages in Veelböken reichen bis in die 1970er-Jahre zurück. Entstanden ist damals solch ein Aktionstag, um den Rapsanbau zu fördern. Landwirten sollte gezeigt werden, wie höhere und sichere Erträge erreicht werden konnten - unter den damaligen Bedingungen. "Sicherlich war Veelböken schon zu jener Zeit innovativ und bereit, solche einen Rapstag mit zu tragen", sagt Meißner. Ein solches Engagement wurde zu DDR-Zeiten durchaus belohnt - beispielsweise durch mehr Dünger für landwirtschaftliche Betriebe. "Stickstoff beispielsweise war damals Goldstaub", verdeutlicht Meißner.

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erstellt am 05.Jun.2011 | 08:43 Uhr

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