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Lokales

18. August 2017 | 01:36 Uhr

Landverkauf wirft hohe Gewinne ab

vom

Güstrow | Die Bodenverwertungs- und -verwaltungs GmbH (BVVG) hat seit 1992 zirka 91 Prozent der Acker- und Grünflächen an Pächter verkauft. Die BVVG privatisiert im Namen des Bundes in den ostdeutschen Bundesländern ehemalige volkseigene land- und forstwirtschaftliche Flächen und andere Vermögenswerte. "Auch im vergangenen Jahr waren es vorrangig ortsansässige Landwirte, denen wir Land verkauft haben", bestätigt Constanze Fiedler, Sprecherin des BVVG in Berlin.

Der Grund: Grün- und Ackerland werde knapp, der Bedarf an Nahrungsmitteln wachse aber stetig, so Fiedler. Landwirtschaftliche Nutzflächen gelten als wertvolle Kapitalanlage.

Nach Angaben des statistischen Landesamtes wurden im Landkreis Güstrow 7773 Euro für einen Hektar Fläche ohne Gebäude und Inventar im Schnitt erzielt. Das waren 1443 Euro mehr als im Jahr 2008. Insgesamt wurden 175 Kaufverträge unterschrieben, 36 mehr als im Jahr zuvor. Zum Vergleich: Landesweit sind im vergangenen Jahr 2040 landwirtschaftliche Grundstücke verkauft worden. Das waren 46 weniger als 2008. Der Preis lag bei durchschnittlich 7049 Euro und somit fast 23 Prozent über dem des Jahres 2008.

Im vergangenen Jahr sind im Landkreis Güstrow insgesamt 2310 Hektar verkauft worden. Im Jahr zuvor waren es 1604 Hektar. Im ganzen Land wurden rund 18 000 Hektar veräußert. Das war unwesentlich mehr als im Jahr zuvor. Insgesamt betrug die Kaufsumme 127,4 Millionen Euro (2008 rund 102 Millionen).

In der Kaufwerte-Statistik erfasst werden alle Kauffälle mit einer Grundstücksgröße von mindestens 0,1 Hektar. Nicht enthalten sind hier Rebland und gärtnerisch genutzte Flächen. Ebenfalls nicht mit aufgenommen sind Verkäufe aufgrund von Flurbereinigungen, Erbauseinandersetzungen, Schenkungen, sowie Grundstücke, die als Bauland, Bauerwartungsland, Industrieland oder Land für Verkehrswege veräußert wurden.

Gekostet hat der Hektar Fläche im Kreis Güstrow 7773 Euro. Umgerechnet auf den Quadratmeter ergab sich also ein Wert von rund 0,78 Euro. Damit lag der Preis für landwirtschaftliche Grundstücke im Landkreis 10,3 Prozent über dem landesweiten Durchschnitt, den die Statistiker ja mit 7049 Euro pro Hektar angeben.

Im regionalen Vergleich wurden die höchsten Kaufwerte im Landkreis Nordwestmecklenburg mit durchschnittlich 10 316 Euro je Hektar erzielt. Mit Abstand am niedrigsten lagen die Verkaufspreise im Kreis Uecker-Randow. Hier erzielten die Landwirte nur 3880 bis 5520 Euro je Hektar.

Auch Hans-Joachim Meier, Leiter des Staatliches Amtes für Landwirtschaft und Umwelt Mittleres Mecklenburg, glaubt an die Kapitalanlage Ackerland: "Viele fragen nach den Bodenwertzahlen für Land bei uns nach", so Meier.

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erstellt am 17.Aug.2010 | 07:37 Uhr

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