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Lokales

22. November 2017 | 02:50 Uhr

Landschaftsgärtner schlagen Alarm

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erstellt am 17.Okt.2010 | 08:37 Uhr

Güstrow | Die Ausbilder der Landschaftsgärtner im Land schlagen Alarm. Bei der Freisprechung der Lehrlinge am Sonnabend in Güstrow beklagte Gerald Jungjohann, Vorsitzender des Landes-Fachverbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau, erhebliche Nachwuchssorgen. Die allgemeine demografische Entwicklung im Land mit sinkenden Schülerzahlen verschärft die Problematik. "Es geht darum, gut motivierte und geeignete junge Menschen für unseren Beruf zu gewinnen", so Jungjohann, der seit Jahren mit dem Verband für eine gezielte Berufsorientierung eintritt und das Interesse der jungen Menschen für die grünen Berufe wecken will. Es gelte, Vorurteile abzubauen, die Chancen und Entwicklungsmöglichkeiten dieser Berufe zu vermitteln und die positiven, vielseitigen Perspektiven herauszustellen.

Die Zahl der abgeschlossenen Berufsausbildungsverträge in der Branche spricht eine deutliche Sprache: Von 82 Berufsschülern 2006 über 64 im Jahre 2008 entschieden sich im neuen Ausbildungsjahr nur noch 26 Jugendliche für den Beruf des Garten- und Landschaftsbauers in Mecklenburg-Vorpommern. "Das sind alarmierende Zahlen, die uns seit längerem Sorgen bereiten" erklärt Jungjohann, der seit Jahren in Güs trow erfolgreich einen Betrieb führt.

Ein Problem sei aber auch, so Jungjohann, die Qualität der Bewerber, die sich um einen Ausbildungsplatz bewerben. Zunehmend würden Ausbilder feststellen, dass eine gute schulische Vorbildung fehle und die Verantwortung vieler Eltern zu wünschen übrig lasse. Da laufe im Ausbildungssystem längst nicht mehr alles rund, kritisierte der Verbandsvorsitzende.

Das sei insofern auch schade, hob Gerald Jungjohann hervor, weil "in Güstrow-Bockhorst das modernste Zentrum für die überbetriebliche Ausbildung von Landschaftsgärtnern entstanden ist". Auf gutem Weg sei darüber hinaus am gleichen Standort der Aufbau eines zentralen beruflichen Zentrums für die "Grünen Berufe". Jungjohann betonte weiter, dass der Verband keineswegs die Hände in den Schoß lege und etwas unternehme, um die Situation zu verbessern. Für das Umsetzen der Strategien gegen den Nachwuchsschwund beschäftige der Fachverband deshalb eigens eine Nachwuchswerberin.

Hoffnung setzt der Fachverband ebenfalls in die vielfältigen Tätigkeiten und Perspektiven dieses Berufes. Nach erfolgreicher Meisterprüfung steht eine Selbstständigkeit zur Wahl, eine Weiterqualifizierung in zwei Bereichen (Baumpflege, -sanierung und Golfplatzpflege) zum Fachagrarwirt oder ein Studium im Garten- und Landschaftsbau. Sonnabend wurden 17 Auszubildende als Facharbeiter mit diesen Aussichten freigesprochen. Jahrgangsbester wurde Dennis Grasteit aus Rampe mit einer Note von 1,94.

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