zur Navigation springen
Lokales

18. November 2017 | 03:52 Uhr

Landkreis sucht Wirtschafts-Experten

vom

svz.de von
erstellt am 18.Okt.2010 | 08:06 Uhr

Nordwestmecklenburg | Die Suche nach einem Nachfolger des bisherigen Wirtschaftsförderers beim Landkreis Nordwestmecklenburg, Martin Broziat, erweist sich offenbar schwieriger als bislang erwartet. Eine interne Ausschreibung in der Kreisverwaltung brachte nicht den erhofften Erfolg. Um die Stelle neu zu besetzen, könnte der Landkreis eine externe Ausschreibung vornehmen. Ende dieses Monats kommen die Mitglieder des Kreisausschusses zusammen. Sie werden dann möglicherweise einen entsprechenden Beschluss fassen.

Ab dem 1. Januar 2011 will der Landkreis bei der Wirtschaftsfördernug auf ein neues Modell setzen, verbunden mit einem personellen Neuanfang. "Wir werden weggehen von der reinen Geschäftsführer-Lösung, ziehen die Stelle eines Wirtschaftsförderes hinein in die Verwaltung", so Landrätin Birgit Hesse (SPD).

Der künftige Wirtschaftsförderer soll Investoren den Weg bei Behörden ebnen und sie bei Genehmigungsverfahren durch Verwaltungen führen. "Der gravierendste Unterschied zu dem bisherigen Modell ist, dass ich den Wirtschaftsförderer stärker an mich binde und so nach außen dokumentiere: Wirtschaftsförderung ist Chefsache. Der Wirtschaftsentwickler wird mein verlängerter Arm sein", verdeutlicht Hesse.

Ende dieses Jahr läuft der Vertrag mit dem bisherigen Wirtschaftsförderer Martin Broziat aus. Er ist seit seit Ende 2003 Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft im Landkreis, die Gewerbegebiete erschloss und vermarktete. In dieser Zeit siedelten sich im Nordwest-Kreis Unternehmen an, die rund 1000 Arbeitsplätze schufen.

In die Schlagzeilen geriet die Wirtschaftsförderungsgesellschaft im vergangenen Jahr, als die finanzielle Schieflage des kreiseigenen Unternehmen bekannt wurde. Der Kreistag beschloss daraufhin mehrheitlich einen Zuschuss von rund 290 000 Euro zu zahlen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen