Güstrow : Landkreis sucht weiter dringend Unterkünfte für Asylbewerber

svz.de von
05. Dezember 2013, 08:00 Uhr

Bereits am 9. Dezember will der Landkreis Rostock in der Güstrower Demmlerstraße eine zweite Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber in Betrieb nehmen. Das kündigte gestern Abend Landrat Sebastian Constien auf der Sitzung des Kreistages an. 68 Flüchtlinge sollen hier Platz haben. Die im Mai eröffnete Güstrower Unterkunft im Waldweg ist zurzeit mit 110 Personen belegt.

Derzeit leben 504 Flüchtlinge und Asylbewerber im Landkreis, davon 182 dezentral in Wohnungen. Schwerpunkt der Unterbringung in Gemeinschaftsunterkünften ist weiterhin Bad Doberan, wo in zwei Heimen 212 Personen leben. Die meisten stammen aus Mauretanien, Eritrea, Syrien, der Russischen Föderation und Serbien.

Doch die bisherigen Kapazitäten sind immer noch nicht genug. „Für das kommende Jahr müssen wir uns auf weitere Zuweisungen durch das Land einstellen“, so Constien. Der Landkreis müsse knapp 17 Prozent der Menschen, die vom Bund dem Land zugewiesen würden, unterbringen. Nach der gegenwärtigen Prognose handele es sich dabei um 400 zusätzliche Flüchtlinge, „für die die gegenwärtig vorhandenen Kapazitäten definitiv nicht ausreichen“, sagt der Landrat. Der Landkreis setze deshalb weiter darauf, gemeinsam mit den Gemeinden neue Unterbringungsmöglichkeiten zu suchen und zu finden. Constien richtete die Bitte an alle, freie Wohnungen sowie Möglichkeiten für die Einrichtung von Gemeinschaftsunterkünften mitzuteilen. Ansonsten habe der Kreis auch die Möglichkeit, die Aufgabe der Unterbringung von Asylbewerbern auf die kreisangehörigen Gemeinden zu übertragen.

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