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Oberst-Besuch löst Ärger um Parkplätze aus : Landeskommando-Chef in Gadebusch

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Seit Oktober untersteht das Landeskommando der Bundeswehr in MV Oberst Martin Braun: „In meinem neuen Amt bin ich verantwortlich für die zivil-militärische Zusammenarbeit und bin dabei, Land und Leute kennen zu lernen."

svz.de von
erstellt am 19.Apr.2011 | 06:31 Uhr

Gadebusch | Seit Oktober letzten Jahres untersteht das Landeskommando der Bundeswehr in Mecklenburg-Vorpommern Oberst Martin Braun. "In meinem neuen Amt bin ich verantwortlich für die zivil-militärische Zusammenarbeit, kurz ZMZ, und bin dabei, Land und Leute kennen zu lernen", erklärte er am Dienstag bei seinem offiziellen Besuch in Gadebusch.

"Privat", so verriet er auch, "finde ich den historischen Hintergrund hier sehr interessant. In meiner Laufbahn war ich schon oft innerhalb der NATO, der EU oder bei verschiedenen Auslandseinsätzen unterwegs. Aber zu sehen, wie die internationalen Verhältnisse vor 300 Jahren so lagen, finde ich sehr spannend", erzählte er und hörte aufmerksam den Ausführungen von Frank Rohmann, dem Vorsitzenden des Kulturhistorischen Vereins, über die Schwedenschlacht zu.

Nach einem kleinen Empfang im Gadebuscher Rathaus und eine Begrüßung durch Bürgermeister Ulrich Howest, machte der Oberst eine kleine Rundtour durch die Stadt.

Ein Besuch in der Kirche, in der Schwedenkapelle, auf der Denkmalsanlage beim Diorama oder auch eine Stippvisite in der Zinnfigurenwerkstatt gehörte dazu. Zum Abschluss wurde zum Schlachtfeld und der Denkmalsanlage in Wakenstädt gefahren.

Hier stellte Frank Rohmann die Arbeit seines Vereines vor. Als besondere Aufmerksamkeit rückten Heidemarie und Werner Meitzel, vom Lützower Freikorps aus Roggendorf mit einer Vorderladerkanone an. Drei Böllerschüsse wurden dem Oberst zu Ehren abgeschossen. Zumindest einmal ließ es sich Oberst Braun dabei nicht nehmen, die Kanone persönlich abzufeuern.


Oberst-Besuch löst Ärger um Parkplätze aus

Für Ärger hat gestern die Sperrung zweier Parkplätze in unmittelbarer Rathausnähe gesorgt. Die Unternehmerin Rita Böddeker wandte sich an die SVZ und zeigte wenig Verständnis für die Sperrung.

„Wir als Gewerbetreibende haben die Klagen der Kunden über die Parkplatznot zu hören bekommen. Wer die Sperrung genehmigt hat, sollte sich ernsthaft die Frage stellen, ob er auch an uns Gewerbetreibende und deren Kunden gedacht hat“, sagte Böddeker. Seit 7 Uhr war das Halten und Parken in einem Bereich der Steinstraße gestern verboten. Das war auf dem Verkehrsschild zu lesen. Das Amt Gadebusch erklärte auf SVZ-Anfrage, dass diese Sperrung eine Anweisung des Bürgermeisters gewesen sei, weil der Kulturhistorische Verein von 1712 hohen Besuch erwarte.

Damit gemeint sein dürfte Oberst Martin Braun. Er war gestern in Gadebusch, traf sich im Rathaus unter anderem mit dem stellvertretenden Bürgermeister Gerhard Kröger und trug sich in das Gästebuch der Stadt ein. Danach zeigte Frank Rohmann vom Kulturhistorischen Verein 1712 dem Oberst die Stadt und die Gedenkstätte am ehemaligen Schlachtfeld bei Wakenstädt (sieh oben). Die Arbeitsgruppe zur Organisation des Jubiläums im Gedenken an die Schlacht vor 300 Jahren im kommenden Jahr erhofft sich auch Unterstützung der Bundeswehr.

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