zur Navigation springen

Alle vier Polder noch bis zum Rand hin voll mit Wasser : Land unter, weit hinter der Elbe

vom

Die Pegelstände der Elbe sinken, das mediale Interesse am Hochwasser ist verschwunden, die Hochwasser-Touristen vom vergangenem Wochenende werden nun wohl auch wieder andere Ziele ansteuern.

svz.de von
erstellt am 28.Jan.2011 | 05:50 Uhr

Blücher/Preten/Sückau | Die Pegelstände der Elbe sinken, das mediale Interesse am Hochwasser ist verschwunden, die Hochwassertouristen vom vergangenem Wochenende werden an diesem wohl auch wieder andere Ziele ansteuern. Dabei gibt es in der Region mit den vier gefluteten Poldern Gothmann, Blücher, Sückau West und Neue Sude noch riesige Wassermengen zu bestaunen. Eine Seenlandschaft auf Zeit, aus der Bäume und Büsche ragen. Eine große Fläche zwischen Boizenburg über die Teldau, Blücher, Besitz, Preten und Sückau bis nach Brahlstorf nimmt das Wasser der Sude auf, wenn in Boizenburg das Sudeabschlusswehr geschlossen wird und die Sude nicht mehr in die Elbe abfließt.

Die Aufnahmekapazität der vier Polder beträgt gut 46 Millionen Kubikmeter Wasser (Gothmann 12,12 Mill., Blücher 5,10 Mill., Sückau West 3,67 Mill. und Neue Sude 25,3 Mill. Kubikmeter). Die vier Polder nehmen eine Fläche von 3216 Hektar ein (Gothmann 596 ha, Blücher 326 ha, Sückau West 274 ha und Neue Sude 2020 ha). Seit gestern ist das Abschlusswehr in Boizenburg wieder geöffnet, doch es wird noch einige Zeit vergehen, bis die Polder wieder trocken sind. Bis gestern sind die Wasserstände noch gestiegen, an den Rückstaudeichen wird noch Deichwache gelaufen. Bewirtschaftet werden die Polder auf niedersächsischer Seite vom Neuhauser Deich- und Unterhaltungsverband und auf mecklenburgischer Seite vom Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt. Die Landwirte, die in den Poldern Grünland- und Ackerflächen bewirtschaften, müssen mit finanziellen Einbußen rechnen, ihnen fehlt sicherlich der romantische Blick auf die Wasserfläche, allen anderen sei ein Spaziergang empfohlen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen