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Land plant Amt für ambulante Straffälligenarbeit

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erstellt am 26.Okt.2010 | 06:52 Uhr

Schwerin | Mecklenburg-Vorpommern plant als erstes Bundesland ein Landesamt für ambulante Straffälligenarbeit (LaStar) in Rostock. Die Landesregierung billigte gestern einen entsprechenden Gesetzentwurf, wie eine Sprecherin des Justizministeriums mitteilte. Ziele seien der Schutz der Bevölkerung vor Wiederholungstätern, mehr Sicherheit für die Allgemeinheit und eine bessere Resozialisierung. Zugleich sollen Informationsverluste verringert und die Kontrolldichte gegenüber entlassenen Straftätern erhöht werden. Justizministerin Uta-Maria Kuder (CDU) erhofft sich nach eigenen Worten weniger Rückfälle von Straftätern. Rückfälle könnten aber nie ausgeschlossen werden, räumte Kuder ein. "Führungsaufsicht kann keinen hundertprozentigen Schutz bieten - sie ist keine Sicherungsverwahrung."

Seit April werden rückfallgefährdete Sexual- und Gewaltstraftäter, die unter Führungsaufsicht stehen, von Justiz- und Polizeibehörden vor Ort gemeinsam überwacht. Ende 2009 waren im Land knapp 5000 Straftäter unter Bewährungsaufsicht sowie 600 Menschen unter Führungsaufsicht gestellt, letztere waren meist Gewalt- oder Sexualstraftäter.

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