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Lokales

18. Dezember 2017 | 09:49 Uhr

Lambrechtsgrund bei Lesern ganz vorn

vom

svz.de von
erstellt am 02.Sep.2010 | 08:09 Uhr

Schwerin | Paukenschlag bei der Umfrage unserer Zeitung zur Zukunft der Schweriner Schwimmhallen: Die meisten Leser haben sich bei der Abstimmung auf der SVZ-Internetseite bis gestern 18 Uhr für einen Neubau am Sportpark Lam brechtsgrund entschieden. 32,8 Prozent der insgesamt 1642 Teilnehmer stimmten für diesen, erst seit wenigen Wochen diskutierten Vorschlag. Eine herbe Niederlage muss Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow (Linke) einstecken: Der von ihr vorangetriebene Ersatzneubau auf dem Dreesch landete mit 10,7 Prozent abgeschlagen auf Platz vier.

Bestätigt fühlen darf sich die SPD-Stadtfraktion. 538 SVZ-Leser unterstützten bei der Umfrage den von ihr kürzlich vorgeschlagenen Neubau am Sportkomplex in der Weststadt. Offenbar folgen viele Schweriner dem Argument der SPD, dass der Lambrechtsgrund zentraler als der Dreesch gelegen sei.

Auf Platz zwei landete bei der Umfrage die Variante eines Ersatzneubaus in Lankow. 31,5 Prozent oder 518 Teilnehmer hielten dies für die beste Lösung. Zwar liegen dafür noch keine konkreten Planungen öffentlich vor. Jedoch haben sich die Fraktionen von CDU/FDP, Bündnisgrünen und Unabhängigen Bürgern in der Standortfrage noch nicht festgelegt. Sie werfen der Verwaltungsspitze vor, einseitig den Dreesch-Neubau verfolgt und Alternativen zu wenig geprüft zu haben. Vor diesem Hintergrund schließen die drei Fraktionen eine Investition in Lankow grundsätzlich nicht aus.

Mit 19 Prozent landete die Sanierung der bestehenden Hallen in Lankow und auf dem Dreesch auf Platz drei. Die Verwaltung bezeichnet ein solches Projekt als zu teuer. Doch haben die Unabhängigen Bürger die Idee, die aus einem Bürgerbegehren von 2008 mit 13 000 Teilnehmern resultiert, noch nicht aufgegeben.

Nur 176 Umfrage-Teilnehmer konnten sich für den von der Oberbürgermeisterin favorisierten Ersatzneubau auf dem Großen Dreesch erwärmen. Der Hinweis der Verwaltung, der Dreesch sei wegen seiner guten Anbindung an Busse und Straßenbahnen optimal, hat bei vielen Umfrage-Teilnehmern offenkundig nicht verfangen.

Für eine Sanierung der Dreescher Halle bei Schließung des Bades in Lankow haben sich lediglich 2 Prozent ausgesprochen. Für die umgekehrte Variante nur 4 Prozent. Fazit: Mit 75 Prozent fordert die große Mehrheit der teilnehmenden SVZ-Leser einen Hallen-Neubau. Die endgültige Entscheidung wollen Schwerins Stadtvertreter noch in diesem Herbst treffen.

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