zur Navigation springen
Lokales

24. September 2017 | 05:14 Uhr

Laage bekommt neuen Markt

vom

svz.de von
erstellt am 24.Okt.2010 | 07:20 Uhr

Laage | Heute soll die Sanierung des Marktes in Laage beginnen. Nach jahrelangen Diskussionen insbesondere um die Frage, ob auf dem ersten Platz am Ort weiterhin geparkt werden soll oder nicht, hatte sich die Stadtvertretung in diesem Jahr endlich geeinigt. Am Ende werden zehn Stellplätze, darunter einer für Behinderte, am Rande des Platzes ausgewiesen. Zehn Jahre sind ins Land gegangen, seit im Jahr 2000 der erster Architektenvertrag unterschrieben wurde. Damals sollte es noch ein Platz zum Verweilen, mit Bankgruppen, Wasserspielen und ohne Autos werden.

Die jetzige Planung nimmt sich deutlich bescheidener aus: eine Randmarkierung zu den Straßen mit Pollern, zwei Bänke, Fahrradständer, Bodenstrahler und die Informationstafel für amtliche Bekanntmachungen, die es auch jetzt schon gibt. Alles erfolgt unter Einbeziehung der Freifläche vor dem Haus Markt 8. In dieser Woche, so informiert Marion Hünecke, werde das alte Kopfsteinpflaster aufgenommen. "Es erfolgt eine grundhafte Sanierung, das heißt, es wird der gesamte Unterbau erneuert", fährt die Mitarbeiterin der Bauverwaltung in Laage fort. Archäologen werden die Bauarbeiten täglich aufmerksam verfolgen und Fundstücke aus längst vergangenen Tagen bergen oder zumindest dokumentieren.

Angesichts des späten Baubeginns Ende Oktober rechnet Hünecke mit einer Winterbaustelle. Mit der Fertigstellung - gepflastert wird der Platz größtenteils mit dem historischen Material -sei vermutlich erst im nächsten Jahr zu rechnen. Veranschlagt sind für die Marktsanierung 240 000 Euro, größtenteils Städtebaufördermittel. Allerdings muss die Stadt einen erhöhten Eigenanteil von 62 000 Euro aufbringen. Das ärgert Erhard Dörp. "Verschwendung von Geldern der Stadt und letztendlich Steuergeldern", schimpft der Laager. Aus seiner Sicht haben allein die Stadtvertreter diese Mehrausgaben zu verantworten. Jahrelang seien vernünftige Gestaltungspläne blockiert worden. Zwischendurch sei schlichtweg nichts passiert. Erhard Dörp hätte sich einen autofreien Platz gewünscht. Das sei anders entscheiden worden, akzeptiert er, nicht aber die Tatsache, dass die Stadt angesichts eines Haushaltsdefizites von 2,3 Millionen Euro nun auch noch tiefer in die Tasche greifen müsse. "Das möchte ich den Laagern einmal ins Bewusstsein rufen", betont der Laager, vor vielen Jahren selbst Stadtvertreter.

Ilka Lochner-Borst wiegelt ab. Nach einem Erlass aus dem Mai dieses Jahres müssten Kommunen bei Erschließungsmaßnahmen 15 Prozent der Kosten tragen. Das seien rund 30 000 Euro. Die, so die Bürgermeisterin, hätte man in der Tat sparen können, wenn der Marktplatz längst saniert worden wäre. Weitere Kosten entstünden durch Dinge, die nicht förderungsfähig sind wie beispielsweise der Informationskasten für amtliche Bekanntmachungen. Auch weist Lochner-Borst die Schuldzuweisung an die Stadtvertretung zurück. Sie sieht diese eher in der Verwaltung. Obwohl die Stadtvertretung immer Parkplätze habe haben wollen, seien andere Pläne vorgelegt worden. "Wir haben doch einen guten Kompromiss gefunden. Der Platz bleibt frei, ringsherum wird geparkt", betont die Bürgermeisterin. Damit sei allen gedient. Lochner-Borst ist bis heute davon überzeugt, dass man niemanden in Laage davon überzeugen könne, am Rostocker Tor zu Parken. Das sei auch in einer Kleinstadt nicht nötig.

Für die Zeit der Bauarbeiten müssen die Autofahrer allerdings auf die zentrumsnahen Parkplätze am Rostocker Tor und an der Pinnower Straße ausweichen. Der Wochenmarkt am Dienstag und Freitag wird in die Kirchenstraße zwischen Blumenladen und ehemaliger Gaststätte verlegt.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen