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Lokales

21. Oktober 2017 | 21:25 Uhr

L 11: Planungsstopp ist ein Fehler

vom

svz.de von
erstellt am 24.Sep.2010 | 08:01 Uhr

Breese | Den Planungsstopp für den Weiterbau der L 11 will Breeses Bürgermeister Werner Steiner (SPD) nicht akzeptieren. "Das ist völlig inkonsequent. Ich fordere: Die L 11 muss kommen", sagt er. In der vergangenen Woche hatte der zuständige Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg gegenüber unserer Zeitung den Planungsstopp bestätigt. Grund sei die Haushaltssituation.

Steiner spricht von einer "Fehlentscheidung" die sich auch nicht mit Sparzwängen begründen lasse. "Im vergangenen Jahr wurde die Deichtrasse vermessen, der Straßenabschnitt beginnend am Raw in Wittenberge abgesteckt und die Planfeststellung vorbereitet", so Steiner. Dafür ist Geld geflossen. Nun könne man doch nicht den letzten Schritt aufschieben.

Steiner führt mehrere Argumente an und nennt den Hochwasserschutz. Für den seit langem für Breese geplanten Deich sollte 2011 Baubeginn sein. Die Entscheidung, einen Teilabschnitt der Straße auf dem Deich zu verlegen, befürworte er, auch aus Kostengründen. Aber ohne Straßenbau kein Deich.

"Die Notwendigkeit des Deichbaus ist unter den zuständigen Behörden unstrittig und durch das Hochwassermodell des Landkreises belegt", sagt er. Ohne Deich seien mehrere Grundstücke in Klein Breese bei einem Rückstau des Elbehochwassers in die Stepenitz akut gefährdet. Im Frühjahr 2006 kam es zu den jüngsten Überflutungen. Neben dem Hochwasserschutz sei der Wittenberger Binnenhafen ein weiteres Argument für den Straßenbau. Für den Hafenbau hat das Land Geld gegeben, für eine Gleisanbindung ebenfalls. "Und die Straßenanbindung will man jetzt wegschieben, dabei ist sie doch am wichtigsten", argumentiert der Bürgermeister und lässt auch die A 14 nicht als Entschuldigung gelten. Selbst wenn deren Bau finanziell das Land belaste, müsse die L 11 kommen. "Denn sonst hat das Gewerbegebiet nicht einmal eine vernünftige Anbindung an die Autobahn."

Seit gut zehn Jahren doktert die Landesregierung an der L 11 herum. Einst gedacht als Zubringer zum geplanten Zellstoffwerk in Wittenberge, kam erst das Aus für die Ansiedlung, dann folgte die Hängepartie. Jahre zog sich das Verfahren zur Linienbestimmung hin, waren unterschiedliche Varianten im Gespräch, bis sich im vergangenen Jahr die bis jetzt favorisierte Lösung abzeichnete.

Wenn der Landesbetrieb schon einen Planungsstopp erlasse, sollte er zumindest auch seine Ausschilderung am Kreisverkehr in Weisen korrigieren, rät Werner Steiner. Dort werden Fahrer mit Ziel Gewerbegebiet Wittenberge Süd auf die L 11 geschickt. "Und am Raw angekommen, endet für sie die Fahrt, weil die Brücke über die Stepenitz eine Lastbegrenzung hat", so Steiner.

Dann solle doch lieber gleich die Strecke korrekt ausgeschildert werden: Durch die Ortslage Weisen und weiter auf der Kreisstraße nach Breese.

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