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Lüdersdorf: Bürgermeister Dr. Erhard Huzel kritisiert SPD : Kurioser T-Shirt-Streit unter den Parteien

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Der Wahlkampf für die Landratswahl im September hat offiziell noch gar nicht begonnen, da gibt es schon Streit. In der Kritik steht der CDU-Landratskandidat Dr. Erhard Huzel - wegen eines T-Shirts.

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erstellt am 03.Jun.2011 | 10:32 Uhr

Lüdersdorf | Der Wahlkampf für die Landratswahl im September hat offiziell noch gar nicht begonnen, da gibt es schon Streit. In der Kritik steht der CDU-Landratskandidat Dr. Erhard Huzel.

Hans-Peter Schulz ist Fraktionsvorsitzender der SPD in Lüdersdorf und behauptet: "Herr Huzel hat Druck auf unseren Jugendpfleger Herrn Becker ausgeübt". Die Folge Mitte Mai: "Die Veranstalter vom Bunten Ring haben uns mitgeteilt, dass es nicht erwünscht ist, dass wir beim Seifenkistenrennen Mitte Mai T-Shirts mit der Aufschrift ,SPD - Ortsverband Lüdersdorf tragen." Bereits eine Woche zuvor hatte Bürgermeister Huzel der Auftritt der SPD offenbar nicht gefallen - beim Heidelauf des SF Herrnburg. Da hatte die SPD die Verantwortung für die Spielestraße übernommen. Während sich der SF Herrnburg über die Hilfe der Ortsgruppe freute, hat sich Lüdersdorfs Bürgermeister anschließend bei der Vorsitzenden, Sabine Bretzing, beschwert. "Herr Huzel rief mich an und fragte, wie ich als Sportvereinsvorsitzende denn Wahlkampf gestatten könnte." Für Sabine Bretzing sind die Worte Huzels auch drei Wochen danach noch nicht nachvollziehbar. "Wir waren froh, dass die Mitglieder der SPD uns unterstützt haben. Denn so viele Freiwillige gibt es nicht, die so eine aufwendige Veranstaltung mit unterstützen. Und außerdem ist sogar Landrätin Birgit Hesse im roten T-Shirt mitgelaufen. Dann hätte man ihr ja auch vorwerfen können, sie macht Wahlkampf." Nach Angaben von Anett Frank, der Ortsvereinsvorsitzenden, habe die SPD beim Heidelauf Luftballons mit der Aufschrift "SPD" verschenkt. "Wir haben aber keine Flyer verteilt und auch nicht auf Plakaten geworben. Das als Wahlveranstaltung zu bezeichnen, ist völliger Blödsinn." Hans-Peter Schulz sieht das ähnlich und kritisiert das Auftreten des Bürgermeisters: "Politik spielte beim Heidelauf und beim Seifenkistenrennen überhaupt keine Rolle. Es ging um ehrenamtliche Unterstützung von SPD-Gemeindevertretern und Mitgliedern des Ortsvereins. Ich finde, Herr Huzel missbraucht seine Macht als Bürgermeister. Da frage ich mich, wie er erst als Landrat regieren will, sollte er die Wahl gewinnen." Dass der Bürgermeister mit Sabine Bretzing über den Auftritt der SPD beim Heidelauf gesprochen habe, stimmt, sagt Huzel. "Ich habe mich gewundert, dass da offensichtlich Wahlwerbung gemacht wurde." Die Behauptung von Hans-Peter Schulz, er habe Patrick Becker unter Druck gesetzt, stimme dagegen nicht. "Das ist eine Unterstellung. Keine T-Shirts mit dem Logo der SPD zu erlauben, war eine Entscheidung vom Bunten Ring." Das stimmt, sagt Patrick Becker. "Herr Huzel hat mich im Vorfeld darauf hingewiesen, dass Stände einer Partei auf Gemeindegrundstücken angemeldet werden müssen. Und außerdem wollte er nicht, dass das Seifenkistenrennen zu einer Wahlveranstaltung wird. Deshalb haben wir vom Bunten Ring entschieden, dass wir der SPD das so auch mitteilen."

Besonders traurig findet die SPD-Ortsvereinsvorsitzende Anett Frank, dass "Herr Dr. Huzel sich nicht an uns gewandt hat mit seinen Bedenken, sondern alles hinter unserem Rücken passiert ist." Sie finde es sehr schade, dass "die ehrenamtliche Arbeit von Bürgern, nur weil sie zusätzlich politisch in der Gemeinde tätig sind, keine Wertschätzung beim Bürgermeister findet." Die Ortsvereinsvorsitzende lässt sich nicht einschüchtern und verspricht: "Die SPD ist auch künftig bereit, Hilfe zu leisten."

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