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Lokales

11. Dezember 2017 | 12:23 Uhr

Kuhlen bergen Gefahren

vom

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erstellt am 24.Mai.2010 | 08:11 Uhr

Stadtmitte | Die tiefen Löcher, die manche Hunde in den Rasen des Rostocker Lindenparks scharren, reißen parallel spürbare Löcher in den Geldbeutel des städtischen Grünamtes. "Hochgerechnet kommen da bestimmt um die 3000 Euro im Jahr an Zusatzkosten zusammen", sagt Udo Pundt. Der 55-Jährige ist Teamleiter für Park- und Biotoppflege und seit 34 Jahren im Grünamt tätig. Seit Anfang vergangenen Jahres fällt der Lindenpark in seine Verantwortlichkeit. Und damit ist er auch für das Problem der Löcher zuständig. Ihrem Jagdtrieb folgend, buddeln hier viele Hunde tiefe Kuhlen in den Rasen, wenn sie Mäuse oder etwas anderes jagen wollen. "Für spielende Kinder stellen diese Löcher eine große Gefahr dar", sagt Pundt. Gerade in der vergangenen Woche wurden über zwölf Kubikmeter Sand zum Verschließen angeliefert, damit sich auf den betroffenen Stellen niemand verletzt. Durch das Löcherbuddeln wird gleichzeitig auch der Rasen zerstört. "Und die erste Spielfläche für Kinder ist nun einmal Rasen", betont Pundt. Sein Kollege Eberhard Woith aus dem Grünamt ist fast täglich mehrere Stunden im Lindenpark beschäftigt.

Hier ist die Disziplin der Halter gefordert

Das Problem besteht darin, dass im Lindenpark so viele verschiedene Interessen gebündelt werden müssen. Da sind die Hundehalter, die mit ihren Lieblingen Gassi gehen, Jogger, Kinder, die in Kita-Gruppen oder mit den Eltern hier spielen kommen. Außerdem nutzen vermehrt Senioren aus der Umgebung den Park zum Spazieren. Für Ornithologen ist das hier ein reizvolles Areal zum Beobachten von Vögeln.

"Hinsichtlich der Nutzung durch Hundehalter schlägt der Lindenpark in der Menge die Rostocker Wallanlagen", sagt Pundt, der kein Hundefeind ist. Der Grünamtsmitarbeiter ist durch den landwirtschaftlichen Betrieb der Familie mit Tieren und Hunden aufgewachsen. Das hat aber nichts damit zu tun, dass es aus Amtssicht ein wenig lästig ist mit den Löchern. Außerdem liegen im Lindenpark auch viele Hundehaufen herum. In diesem Punkt verhalten sich die Halter sehr unterschiedlich. "Mal haben sogar Jugendliche eine Tüte für den Hundekot mit und ältere Menschen lassen die Haufen liegen, dann ist es wiederum umgekehrt. Bei dem Verhalten gibt es keine Standards", sagt Pundt. Um das Problem der Hundelöchereinzudämmen, setzt der Park- und Biotoppfleger auch auf die Disziplin der Halter. Würden sie ihre Hunde am wilden Buddeln hindern, hätte das Grünamt weniger zusätzliche Arbeit und weniger Kosten.

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