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Lokales

23. September 2017 | 11:04 Uhr

KTV-Schulhof soll schöner werden

vom

svz.de von
erstellt am 08.Jun.2010 | 08:30 Uhr

Kröpeliner-Tor-Vorstadt | Mit der Sanierung des Schulhofes der Werner-Lindemann-Grundschule beschäftigt sich die Bürgerschaft heute. Der Sportplatz der Schule erstrahlt bereits seit vergangenem Herbst in neuem Glanz. Keine zehn Meter weiter aber bietet der Schulhof einen tristen Anblick. Die etwa 260 Grundschüler und die Kinder der Klassenstufen 5 und 6 der benachbarten Borwinschule, die hier unterrichtet werden, müssen ihre Pausen in einer Betonwüste verbringen. Während in den umliegenden Gärten die Bäume blühen, haben die Grundschüler nur einen kleinen Streifen Grün für ihre Spiele. Ein Zustand, der sich schnellstmöglich ändern muss, finden Schulleiter Torsten Masur und Ortsbeiratsvorsitzende Anette Niemeyer (Aufbruch 09).

2004 wurde das Schulgebäude saniert. Ein Jahr später konnten im Ortsbeirat die Pläne für die Umgestaltung der gesamten Freiflächen vorgestellt werden. Daraufhin wurden die Turnhalle sowie der Sportplatz saniert, die auch von der Borwinschule genutzt werden. Für den Schulhof jedoch gab es von seiten der Stadt bislang keine Mittel. "Für mich ist die Sanierung der Schule noch nicht abgeschlossen", sagt Niemeyer. Ein Entwurf für die Außenanlagen liegt bereits vor. Etwa 670 000 Euro waren damals für die Umgestaltung veranschlagt worden. Doch immer wieder fiel die Maßnahme bei Haushaltsdiskussionen vom Tisch, andere Projekte schienen dringender. "Leider ist die KTV kein Fördergebiet, so dass hier kein Geld eingeworben werden kann", erklärt die Ortsbeiratsvorsitzende. Dabei ist ein Schulhof von großer Bedeutung für die Kinder. Schulleiter Masur erklärt: "Je weniger Möglichkeiten es zur sinnvollen Beschäftigung in der Pause gibt, desto höher ist die Aggressivität." Schließlich müsse die Energie der Kinder gelenkt werden. "Sie müssen laufen können, ohne sich dabei wehzutun. Und immer nur Springseil springen reicht eben nicht."

Generell sei es in der dicht bebauten KTV ein Problem, geeignete Freiluftaktivitäten für Kinder zu bieten, berichtet Niemeyer. Und dabei gehört der Stadtteil zu den kinderreichsten in Rostock. Eine Reihe Spielplätze sind zwar vorhanden, aber es mangle an Freiflächen. Wie der perfekte Schulhof aussehen könnte, beschreibt Masur: "Es sollte eine Mischung aus versiegelten Flächen und grünen Bereichen geben." Befestigte Wege seien wichtig, damit die Kinder auch bei schlechtem Wetter trockenen Fußes über den Hof gelangen könnten. "Außerdem gehören verschiedene Spielgeräte dazu, die alle Altersgruppen von der ersten bis zur sechsten Klasse ansprechen." Einen Bereich mit Klettergerüst gibt es an der Werner-Lindemann-Schule bereits. Er wurde durch Spenden finanziert. "Allerdings hat es das Amt versäumt, hier Sand aufschütten zu lassen", so Masur. Deshalb würden die Geräte nun erst einmal gesperrt, bis der Mangel behoben sei.

Die Werner-Lindemann-Schule erfreut sich bei Eltern großer Beliebtheit. "Wir haben mehr Anmeldungen als freie Plätze", berichtet der Schulleiter. "Und das wird sich in der KTV bis 2020 wohl auch nicht ändern", fügt Niemeyer hinzu.

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