Kronprinzenpaar besucht Güstrow

Prinz Frederik und Prinzessin Mary mit Ministerpräsident Erwin Sellering und Frau Britta sowie Bürgermeister Arne Schuldt und Landrat Lutz da Cunha auf dem Weg vom Dom ins Schlossnorbert Fellechner
Prinz Frederik und Prinzessin Mary mit Ministerpräsident Erwin Sellering und Frau Britta sowie Bürgermeister Arne Schuldt und Landrat Lutz da Cunha auf dem Weg vom Dom ins Schlossnorbert Fellechner

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28. September 2010, 09:24 Uhr

Güstrow | Der dänische Kronprinz Frederik hat sich gestern mit seiner aus Australien stammenden Frau Mary in Güstrow auf die Spuren der eigenen Geschichte begeben. Über 500 Einwohner empfingen den Thronfolger aus Kopenhagen mit viel Applaus im Dom und im Schloss sowie in den Straßen der Umgebung. Begrüßungsworte vor dem Dom sprach Landrat Liutz da Cunha. Bürgermeister Arne Schuldt überreichte dem Kronprinzenpaar einen Barlach-Bildband.

Dompropst Christoph Helwig erklärte Frederik die Entstehungsgeschichte von Ernst Barlachs (1870-1938) Bronzeplastik "Der Schwebende", die in der Winterkirche des Domes zu sehen ist. Am Ulrich-Epitaph informierte Restaurator Eberhard Taube die königlichen Gäste über die Restaurierung. Christoph Helwig wies die hohen Gäste auf die Inschrift "Alles nach Gottes Wille ANGW" hin, den Lieblingsspruch Elisabeth von Dänemarks, Gemahlin von Herzog Ulrich III. Er lud das dänische Königshaus für den Herbst 2011, wenn die Arbeiten beendet sein werden, zum festlichen Gottesdienst ein. Helwig erinnerte ebenfalls daran, dass 1994 die Mutter Frederiks, Königin Margarethe II. und die Königliche Hoheit Prinz Henrik im Güs trower Dom weilten.

Anschließend fuhr das Prinzenpaar ins Güstrower Schloss, begleitet von Hunderten Schaulustigen. Dort lebten auch Vorfahren Frederiks.

Schon im Eingangsbereich sind die Wappen von Herzog Ulrich zu Mecklenburg (1527-1603) und seiner dänischen Frau Elisabeth, Tochter von König Frederik I., zu sehen. Im Mittelalter habe es enge verwandtschaftliche Kontakte zwischen dem dänischen Königshaus und Güstrow gegeben, erklärte Regina Erbentraut, Leiterin des Güstrower Schlosses, beim Rundgang durch ausgewählte Räume mit Exponaten, die die historische Beziehung zu den dänischen "Royals" dokumentieren.

Zwischen 1543 und 1588 wurden fünf weibliche Nachkommen König Frederiks I. mit mecklenburgischen Fürsten verheiratet. Ulrich und Elisabeth hatten eine Tochter Sophie (1557-1631), die Frederik II.

(1534-1588) im Alter von 14 Jahren ehelichte. Sie ist in Dänemark bis heute populär - vor allem wegen eines bei Mädchen beliebten Buches, das ihre Kindheit in Güstrow bis zu ihrer Hochzeit 1572 schildert.

1695 heiratete die Güstrower Prinzessin Louise den dänischen Kronprinzen. Die Feierlichkeiten wurden durch den Tod ihres Vaters Gustav Adolph unterbrochen, mit dem die Güstrower Linie ausstarb. Im Schweriner Schloss wurden die guten Beziehungen aber weitergepflegt.

Die Urgroßmutter des heutigen Kronprinzen Frederik, Dänen-Königin Alexandrine Auguste (1879-1952), entstammt ebenfalls dem Mecklenburger Herzogshaus. Sie verbrachte ihre Kindheit zum großen Teil im Schweriner Schloss.

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