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Lokales

17. Oktober 2017 | 22:46 Uhr

Kröpeliner Tor: Es gibt viele Wünsche

vom

svz.de von
erstellt am 27.Apr.2011 | 10:07 Uhr

Keine Treppen, ein ebenmäßiger Boden und Orientierungshilfen für sehbehinderte Menschen: Petra Kröger, Behindertenbeauftragte der Stadt Rostock, hat ganz genaue Vorstellungen von der Umgestaltung des Kröpeliner-Tor-Vorplatzes. Heute Abend wird sie beim gemeinsamen Forum des Verschönerungsvereins Rostock mit den Norddeutschen Neuesten Nachrichten im Penta Hotel die Interessen der körperlich eingeschränkten Bürger vertreten. Ab 18.30 Uhr werden Fachleute und Publikum gemeinsam über die Sanierungspläne diskutieren.

Hilfreich: Sichtbare Hindernisse

„Allein 18 000 Behinderte und chronisch Kranke leben in Rostock“, sagt Kröger. Umso wichtiger sei es, für sie barrierefreie Plätze zu schaffen. Zu beachten gäbe es auf der Vorfläche vieles. „Die geplanten Tor-Elemente als Verlängerung der Stadtmauer müssen auch im Dunkeln erkennbar sein“, sagt Kröger. Zudem dürfte die angedachte Rampe ein maximales Gefälle von zwei Prozent haben. Mögliche Hindernisse wie Bäume und Telefonzellen sollten eingefasst werden. „Die Begrenzungen können mit dem Stock ertastet werden und verhindern Unfälle“, erklärt Kröger. Auch Poller und Fahrradständer müssten besser erkennbar sein.

Besonders schwierig sei für ihre Arbeit das Zusammenkommen mit der Denkmalpflege. „Viele Dinge, wie Kopfsteinpflaster, sehen gut aus, sind jedoch für gehbehinderte und Rollstuhlfahrer von Nachteil“, sagt sie. Schon länger diskutieren Ortsbeiräte und die Öffentlichkeit über das 1,8 Millionen Euro teure Sanierungsprojekt. Mit dem Forum will der Verschönerungsverein Verständnis für die verschiedenen Bedürfnisse und Wünsche schaffen und alle auf einen gleichen Informationsstand bringen. Auch neue, bisher nicht bedachte Ideen können heute Abend den Planern vorgestellt werden. Unterdessen hat die Rostocker Bürgerschaft in ihrer vergangenen Sitzung am 13. April beschlossen, die Umgestaltungspläne noch einmal zu überarbeiten.

Kröger ist vor allem auf die Einführung der Fachplaner heute Abend gespannt. Bereits im Vorfeld kam sie mit der Rostocker Gesellschaft für Stadterneuerung und -entwicklung (RGS), die die Sanierung im Auftrag der Stadt vornimmt, ins Gespräch. „Ich hoffe, dass schon einiges davon berücksichtigt wurde.“ Die RGS will noch in diesem Jahr mit den Arbeiten auf der Vorfläche beginnen.

Kompromisse auf allen Seiten

Genau wie Hannes Rother, Vorsitzender des Verschönerungsvereins Rostock, ist auch die Behindertenbeauftragte Petra Kröger bereit, Kompromisse bei der Planung einzugehen. „Ich hoffe auf Anregungen durch die Rostocker Bürger, um schnell zu einer Lösung zu kommen“, sagt sie.


>> Diese Experten stehen Rede und Antwort

Albrecht von Maltzahn
Deutsche Stiftung Denkmalschutz,
Ortskuratorium Rostock

Jörg Vogt
City-Kreis Rostock

Dr. Stefan Neubauer
Amt für Stadtgrün, Naturschutz und Landschaftspflege Rostock

Anja Epper
Amt für Stadtplanung und
Stadtentwicklung Rostock

Ines Gründel
Bauamt Rostock

Petra Kröger
Behindertenbeauftragte der Hansestadt Rostock

Markus Brost
Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland, Rostock

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