Krippenfiguren aus Radieschen

Einer von vielen Weihnachtsmännern.
Einer von vielen Weihnachtsmännern.

von
03. Dezember 2010, 08:04 Uhr

Australien

Auf der Südhalbkugel fällt Weihnachten ausgerechnet in die wärmste Zeit des Jahres. Wer da lange Mäntel und Bärte trägt, kommt ins Schwitzen. Deshalb sieht man den Weihnachtsmann dort auch schon mal in Badehose Wasserski fahren. Dennoch fehlt vielen Australiern die spezielle Weihnachtsatmosphäre bei kälteren Temperaturen. Nostalgiker und Geschäftsleute versuchen deshalb, Weihnachten II. in der kälteren Mitte des Jahres zu etablieren.

Finnland

Heiligabend geht es – wie könnte es auch anders sein – natürlich gemeinsam in die Sauna. Der Weihnachtsmann heißt in Finnland Joulupukki, was eigentlich soviel bedeutet wie Julbock (Weihnachtsbock). In der Tat ist es ein außergewöhnlicher Ziegenbock aus vorchristlicher Zeit, der noch bis heute vielerorts in Skandinavien die Geschenke bringt. Er findet sich noch als Strohfigur in der Weihnachtsdeko.

Japan

Ein bisschen seltsam ist es schon, dass das Weihnachtsfest in einem Land wie Japan so gut ankommt, gibt es doch dort kaum Christen. So sind die Japaner auch in erster Linie aus nostalgischen und kommerziellen Gründen geradezu begeistert von allem, was irgendwie mit Weihnachten zu tun hat: Weihnachtsbäume, Lichterketten, Truthahnmenüs und auch den Weihnachtsmann selbst findet man heute immer häufiger in den großen Städten.

Schweiz

Einmal im Jahr sieht ein ganzes Tal „rot“. Dann trifft sich die Weltelite der internationalen Nikoläuse in Samnaun, um die Besten der Zunft auszumachen. Dabei wird dem modernen Nikolaus einiges abverlangt: Er muss Geschenke richtig ausliefern, Kamine hochklettern, seinen Pferdeschlitten beherrschen, Lebkuchen dekorieren, Schneeskulpturen bauen, sich beim Steinbocksprint und in der Weltgeographie auskennen – und natürlich gut singen können.

Mexiko

In der Stadt Oaxaca de Juárez kennt man einen ungewöhnlichen Brauch: die Nacht der Radieschen. Damit soll am 23. Dezember an die Einführung des Gemüses durch die spanischen Kolonialherren erinnert werden. Die mexikanischen Radieschen sind allerdings nicht klein, sondern Riesenrettiche, die sich hervorragend zum Schnitzen eigenen. Aus ihnen werden in jedem Jahr Krippenfiguren geschnitzt und anschließend in einem Wettbewerb gekürt.

Großbritannien

Der herkömmliche Weihnachtstrubel wird in Großbritannien noch hin und wieder ergänzt durch den sogenannten Boxing-Day. Er findet am 26. Dezember statt. Dann nämlich bekommen traditionell Briefträger, Zeitungsausträger, Müllmänner und Milchmädchen ein kleines zusätzliches Geschenk, eine kleine Box eben, beziehungsweise ein Trinkgeld für die gute Arbeit, die sie das ganze Jahr über geleistet haben.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen