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Lokales

18. Oktober 2017 | 13:27 Uhr

Kreuzliner und Fähren im Blick

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erstellt am 06.Apr.2011 | 06:38 Uhr

Rostock | Eine internationale Konferenz lotet am 3. und 4. Mai in Rostock-Warnemünde die bisherige Entwicklung und die Perspektiven der Passagierschifffahrt an der Ostsee aus. Es ist bereits das dritte Baltic Maritime Symposium, das sich nach Veranstaltungen im Herbst 2007 und im Mai 2009 diesem Thema widmet und jeweils große Resonanz fand. Veranstalter der Neuauflage für 2011 im Warnemünder Neptun-Hotel ist wieder das Ostseeinstitut für Marketing und Verkehr an der Universität Rostock, Chairman dessen amtierender Direktor Prof. Karl-Heinz Breitzmann. Die letzten Vorkehrungen laufen, der Programmablauf ist abgesteckt und der Kreis der Redner und Moderatoren für die Diskussionsrunden fixiert, kann er berichten. Nach den Rückmeldungen, die bislang eingingen, rechnet Breitzmann wieder mit etwa 140 Teilnehmern aus der maritimen Wirtschaft zwischen Oslo und St. Petersburg.

Von neuen Terminals bis zu Fragen des Umweltschutzes

Diesmal sind es vier bis fünf Schwerpunktthemen, die im besonderen Blickfeld stehen. Es beginnt mit einer aktuellen Einschätzung der internationalen Entwicklung. Dazu wird unter anderem der Hamburger Consulter Helge Grammerstorf einen Überblick geben, aus Reeder-Sicht von Costa Crociere Elisabetta de Nardo Zukunftsaussichten aufzeigen und Eero Mäkinen von STX Finnland die Diversifizierung beim Bau von Kreuzfahrtschiffen ausloten.

In einer zweiten Session werden Fragen des Umweltschutzes die Hauptrolle spielen. Dabei geht es um Emissionen von Schwefel und Stickoxyden durch die Schifffahrt und die Abnahme von Schmutzwasser in den Häfen. Über ihre diesbezüglichen Erfahrungen und Erkenntnisse werden unter anderem Hanns Heinrich Conzen, Geschäftsführer der TT-Line, Thorsten Guhr, Direktor bei Aida Cruises und Gun Rudeberg vom Hafen Stockholm berichten.

Der Hafen Stockholm ist mit seinen Terminals einer der Vorreiter an der Ostsee auch in Sachen Abnahme von Abwasser. Zum Thema dürfte eine muntere Diskussionsrunde zu erwarten sein, in deren Spektrum sich mit Jochgen Lamp auch der WWF World Wide Fund for Nature einbringen wird.

Ein weiterer Schwerpunkt wird sich dem Passagier-Fährverkehr widmen. Wie es hier nach der Krise aussieht, werden unter anderem Finnlines-Präsident Uwe Bakosch und der Viking-Flottenchef Kari Pihlajaniemi beleuchten. Wie sich der Hafen Rostock als Teil der Motorways of the seas auf die Zukunft vorbereitet, wird Dr. Ulrich Bauermeister, Chef der Hafen-Entwicklungs-Gesellschaft Rostock, berichten.

Die größten Kreuzfahrthäfen waren auch 2010 wieder Kopenhagen und St. Petersburg. Hier erfolgten 307 beziehungsweise 304 Anläufe mit 662 000 und 428 000 Passagieren, wobei in Kopenhagen der Passagierwechsel besonders zu Buche schlägt. Auf den Plätzen folgten in der Rangliste Breitzmanns Tallinn (279 Anläufe/ 390 000 Passagiere), Stockholm (261/ 450 000), Helsinki (247/ 342 000) und Oslo (150/ 260 000). Kiel (136/ 340 000) und Rostock (114/ 222 000) sind im Mittelfeld zu finden.

Die Anzahl der Anläufe war in den sechs größten Kreuzfahrthäfen gegenüber 2009 leicht rückläufig (1548 zu 1715), allerdings wurden die Schiffe größer. Häfen wie Oslo, Kopenhagen, Stockholm und St. Petersburg bauen ihre Faszilitäten weiter aus. Über die neuen Terminals werden unter anderem Margrethe Austad (Hafen Oslo) und Karin Olofsson (Hafen Stockholm) berichten. Ebenso will Arnt Möller Pedersen vom Copenhagen Malmö Port veranschaulichen, wie sein Hafen sich den wachsenden Aufgaben stellt. Aber auch die kleineren Kreuzfahrtterminals wie die in Gdansk oder Sassnitz wollen zeigen, wie sie verstärkt ihr Augenmerk der Kreuzfahrt widmen. Daneben wird Mikko Partann, Geschäftsführer und Eigner von Kristina Cruises, die Sicht einer Reederei darstellen. Bis hin zur Flusskreuzfahrt ist hier der Bogen gespannt. Interessant, dass beispielsweise der Hafen Stralsund fast 100 Anläufe in der Saison verzeichnen kann.

Studenten werden wieder das Baltic Maritime Symposium verfolgen können. In welchem Umfang die künftigen Touristiker und Geographen dabei sein können, dürfte sicher von der Größe des Teilnehmerkreises insgesamt abhängen. Eine kleine Gruppe aus Klaipeda hat sich bereits angesagt und auch Vertreter der Universitäten Rostock und Greifswald sowie der Fachhochschule Stralsund sind interessiert.

Nach dem offiziellen Konferenz-Programm werden am 5. Mai das Kreuzfahrt-Terminal und der Scandlines-Sitz in Warnemünde besucht. Ein Schiffstörn soll dann auch noch in den Stadthafen zum Hauptquartier von Aida Cruises führen.

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