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Lokales

18. November 2017 | 04:01 Uhr

Kreisverkehr soll Unfälle reduzieren

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erstellt am 04.Okt.2010 | 08:16 Uhr

Perleberg/Quitzow | Werden die beiden Knoten B 5/B189 bei Perleberg durch den Bau von zwei Kreisverkehrseinrichtungen entschärft? Auf der Ende Oktober stattfindenden Baubesprechung will der Landesbetrieb Straßenwesen/Niederlassung West in Potsdam die Planungen für die nächsten drei Jahre erörtern, und da sollen auch die zwei Knoten ein Thema sein, erfuhr unsere Zeitung von Frank Schmidt, Leiter Planung/Entwurf.

Immer wieder kam bzw. kommt es an beiden Auf- und Abfahrten zur B 189/B 5 zu Unfällen, so dass die Kreisunfallkommission Prignitz sie als Unfallhäufungsstellen einstufte und auf der jüngsten Sitzung eine Entschärfung forderte. "Das Problem ist, dass an die Knotenpunkte zu schnell herangefahren wird. Sie mit Ampeln zu belegen, beseitigt nicht die Unfallhäufigkeit. Ein Kreisverkehr hat dagegen weniger Konfliktpunkte als eine Ampel", unterstrich Achim Jung, Mitglied der Kreisunfallkommission und im Schutzbereich Prignitz Sachbearbeitet Verkehrsangelegenheiten.

Die Notwendigkeit etwas zu tun, sieht die Kreisunfallkommission auch mit Blick auf den geplanten Bau der A 14, werden doch B5 und B189 dann in Richtung Autobahnauffahrten Karstädt/Wittenberge bzw. für Bedarfsumleitungen verstärkt genutzt. In dem Zusammenhang sei auch die B5-Kreuzung in Quitzow mit einem Kreisel zu überplanen, meinte Jung. Ob und inwieweit die Kreiselforderungen Ende Oktober vorrangigen Eingang in die Vorhabenplanungen finden, stehen doch auch hier alle Maßnahmen unter dem Zwang von Mittelkürzungen.

Als problematisch stufte die Kreisunfallkommission die Unfallentwicklung an der Ortsumgehung Pritzwalk ein, speziell an der Ausfahrt von der Meyenburger Chaussee auf die B 103. "Hier wird die Wartepflicht nicht ausreichend beachtet", heißt es im Bericht. Das führte Ende 2009 zu schweren Unfällen mit Schwerverletzten (auf der B 103). Nach Ortsbesichtigung durch die Unfallkommission erfolgte eine Vorankündigung der Wartepflicht, eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf der einmündenden Straße und kürzlich die beidseitige Aufstellung von Stoppschildern.

"Das Fehlverhalten könnte ursächlich darauf zurückzuführen sein, dass die Trasse der alten B 103 durch die Stadt (Ausfahrt nach Meyenburg) lange Zeit Vorfahrtstraße war. Alle Kraftfahrer werden gebeten, an dieser Stelle die aktuelle Vorfahrtsregelung zu beachten", so die Kommission.

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